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Sebastian Coe ist Vizepräsident des IAAF

Sebastian Coe, Vizepräsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, steht der Nominierung des umstrittenen US-Sprinters Justin Gatlin als Kandidat bei der Wahl zum Welt-Leichtathleten sehr skeptisch gegenüber.

"Ich persönlich habe damit sehr große Probleme. Besonders wohl fühle ich mich nicht dabei. Das einzige, was ich zudem dazu sagen kann, ist, dass Gatlin berechtigt ist, Kandidat zu sein", sagte der 58-Jährige, der sich im kommenden August zum IAAF-Präsidenten wählen lassen will.

Athen-Olympiasieger Gatlin, mit 9,77 Sekunden über 100 m schnellster Sprinter in diesem Jahr, ist in seiner Karriere mehrfach des Dopings überführt worden und nur knapp einer lebenslangen Sperre entgangen. Nach vierjähriger Zwangspause darf der heute 32-Jährige seit 2010 wieder starten - und läuft schneller als je zuvor.

"Ich glaube seit langem, dass muskelfördernde Dopingmittel, insbesondere anabole Steroide, eine langfristige Wirkung haben. Die heutige Sportphysiologie und Biochemie werden dies bestätigen", sagte Coe, zweimaliger 1500-m-Olympiasieger und OK-Chef der Spiele von London.

Zuletzt hatte Diskus-Olympiasieger Robert Harting öffentlich um seine Streichung von der Kandidatenliste ersucht, da er nicht gemeinsam mit Gatlin nominiert sein wollte. Die Gewinner der Wahl werden am 21. November während der IAAF-Gala in Monaco gekürt.

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