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Oscar Pistorius wurde der fahrlässigen Tötung seiner Freundin schuldig gesprochen

Im Fall des ehemaligen Paralympics-Stars Oscar Pistorius hat dessen Familie ebenso wie die Angehörigen der getöteten Reeva Steenkamp die Aussicht auf einen Berufungs-Prozess akzeptiert.

"Wir haben die Ankündigung der Staatsanwaltschaft zur Kenntnis genommen. Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen", sagte Onkel Arnold Pistorius am Dienstag.

Michael Steenkamp, Onkel von Pistorius' Freundin, sagte der Nachrichtenagentur "AFP": "Wenn es im Interesse der Gesellschaft liegt, sollte die Staatsanwaltschaft meiner Meinung nach weitermachen, wenn sie es für angebracht hält."

Am Montag hatte die Staatsanwaltschaft verkündet, gegen das Urteil im Fall Pistorius Berufung einzulegen.

Der 27-Jährige war am 12. September der fahrlässigen Tötung an seiner Freundin Steenkamp schuldig gesprochen worden.

Am 21. Oktober hatte das Gericht um Richterin Thokozile Masipa das Strafmaß auf fünf Jahre Haft festgelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte mindestens zehn Jahre Gefängnis gefordert, Pistorius' Verteidigung plädierte auf Hausarrest und gemeinnützige Arbeit.

Beiden Seiten steht das Recht zu, in Berufung zu gehen.

In der Nacht zum 14. Februar 2013 hatte Pistorius Steenkamp in seinem Haus in einem Vorort von Pretoria durch die geschlossene Badezimmertür erschossen.

Der "Blade Runner" beteuert, Steenkamp für einen Einbrecher gehalten zu haben.

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