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Sebastian Coe gewann 1980 und 1984 jeweils olympisches Gold im 1500-Meter-Lauf
Sebastian Coe gewann 1980 und 1984 jeweils olympisches Gold im 1500-Meter-Lauf © getty

Der ehemalige Weltklasse-Läufer Sebastian Coe will als möglicher neuer Präsident des Weltverbandes IAAF die Leichtathletik umkrempeln.

"Wir müssen innovativer sein, unseren Sport der Welt zu präsentieren - sowohl im Stadion als auch auf den TV-Bildschirmen", sagte der britische Doppel-Olympiasieger am Mittwoch in London bei der Vorstellung seines Wahlprogrammes.

"Die Visionen und Vorschläge, die ich heute präsentiere, wurden entwickelt, um die Reichweite und Attraktivität der Leichtathletik in einer sich schnell verändernden Welt zu erhöhen", sagte der 58-Jährige.

Unter anderem würde Lord Coe als potenzieller Nachfolger des scheidenden IAAF-Präsidenten Lamine Diack den Eventcharakter der Leichtathletik steigern und mehr Veranstaltungen in die Innenstädte verlagern.

Zudem will er sich für eine verbesserte Verteilung der Preisgelder zugunsten der Athleten ebenso stark machen wie für eine Reform des Wettkampfkalenders.

"Viele Fans wissen nicht, wann die Leichtathletik-Saison beginnt, wann sie endet, und warum es so scheint, als würden wir aus den USA nach Europa nach Asien und wieder zurück hüpfen", sagte der IAAF-Vize.

Coe hatte vor einer Woche offiziell seine Kandidatur für den frei werdenden Posten als Nachfolger des skandalumwitterten Senegalesen Diack an der Spitze der IAAF bekannt gegeben.

Der 81-jährige Diack, der seit 1999 an der IAAF-Spitze steht, stellt sich beim Kongress 2015 vor den Weltmeisterschaften in Peking nicht noch einmal zur Wahl.

Coe werden bei der Wahl im nächsten Jahr beste Chancen auf den Spitzenposten eingeräumt.

Als möglicher Gegenkandidat gilt der legendäre Stabhochspringer Sergej Bubka. Der Ukrainer will in den nächsten Tagen seine Pläne bekannt geben.

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