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Richard Pound-WADA
Richard Pound wird Vorsitzender der WADA-Untersuchungskommission © getty

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat nach den Enthüllungen über ein staatliches Dopingsystem in Russland erstmals in ihrer Geschichte eine unabhängige Untersuchungskommission ins Leben gerufen.

"Die Vorwürfe erfordern weitere Ermittlungen, um die bisherigen Beweise zu bestätigen, weitere Beweise zu sichern und jede Verletzung der Anti-Doping-Regeln zu verfolgen", teilte WADA-Präsident Craig Reedie auf der Homepage seiner Organisation mit.

Vorsitzender der Kommission wird der ehemalige WADA-Chef Richard "Dick" Pound, der auch Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) war.

Das Gremium wird seine Tätigkeit im Januar beginnen. Es soll herausfinden, "ob es irgendwelche Vergehen gegen den Anti-Doping-Code der WADA oder die internationalen Standards gegeben hat in akkreditierten Anti-Dopinglaboren oder bei Sportlern, Trainern und Ärzten", heißt es in der WADA-Mitteilung.

Ebenfalls ein Kommissionsmitglied ist Richard McLaren, ein führender Experte in internationalem Recht und Mitglied im Internationalen Sportgerichtshof CAS.

In der vergangenen Woche hatte die "ARD"-Reportage "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" zahlreiche Zeugenaussagen und belastende Dokumente zu systematischem Doping im russischen Spitzensport, vor allem in der Leichtathletik, geliefert. Dies hatte weltweit für Aufsehen gesorgt.

Der Weltverband IAAF begrüßte die WADA-Ankündigung. "Die IAAF nimmt dies zum Anlass, der WADA ihre volle Unterstützung zu versichern", sagte der im kommenden Sommer scheidende IAAF-Präsident Lamine Diack: "Unser oberstes Bestreben muss immer sein, die Integrität des Wettbewerbs im Hinblick auf die große Mehrheit der sauberen Sportler zu schützen."

Die IAAF verwies zudem einmal mehr auf die Arbeit ihrer unabhängigen Ethik-Kommission, die ihrerseits "gründlich und rigoros" alle Vorwürfe untersuche.

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