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Julija Saripowa gewann 2012 Gold über 3000 Meter Hindernis
Julija Saripowa gewann 2012 Gold über 3000 Meter Hindernis © Getty Images

Der Doping-Skandal in der russischen Leichtathletik weitet sich aus: Hindernis-Olympiasiegerin Julija Saripowa und Siebenkämpferin Tatjana Tschernowa sind am Freitag von der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA gesperrt worden.

3000-m-Hindernis-Läuferin Saripowa wurde für 30 Monate rückwirkend vom 25. Juli 2013 wegen Unregelmäßigkeiten im biologischen Pass suspendiert. Zudem wurden die Ergebnisse der 28-Jährigen vom 20. Juni bis zum 20. August 2011 sowie vom 3. Juni bis zum 3. September 2012 aberkannt. Dies hat wahrscheinlich zur Folge, dass die Goldmedaille, die sie bei den Olympischen Spielen in London gewonnen hat, aberkannt wird.

Die Sperre der Ex-Weltmeisterin Tschernowa beläuft sich auf zwei Jahre rückwirkend vom 22. Juni 2013. Die 26-jährige Russin wurde bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 positiv auf das verbotene Anabolikum Turinabol getestet. Ihre erbrachten Leistungen wurden vom 15. August 2009 bis zum 14. August 2011 wieder von den Ergebnislisten gestrichen.

Russlands Sportminister Witali Mutko sagte, dass die beiden Sperren beweisen würden, dass "das bestehende System der Dopingkontrollen in unserem Land gut funktioniert". Erst in der vergangenen Woche hatte Leichtathletik-Cheftrainer Walentin Maslakow nach den Sperren gegen fünf Weltklasse-Geher seinen Rücktritt eingereicht.

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