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Giovanni Malogo ist seit 2013 Präsident des CONI
Giovanni Malogo ist seit 2013 Präsident des CONI © Getty Images

Nach dem Skandal um unzulängliche Dopingkontrollen in der italienischen Leichtathletik greift das Nationale Olympische Komitee (CONI) hart durch.

In Zukunft werden die Doping-Kontrollen von einer Spezialeinheit der Carabinieri (NAS) durchgeführt. Ein entsprechendes Abkommen stellte CONI-Präsident Giovanni Malago am Montag vor.

"Die Carabinieri übernehmen de facto die volle Verantwortung, was eine Garantie absoluter Transparenz bei den Kontrollen ist", sagte Malago am Montag in Rom. Die NAS-Spezialeinheit habe als einzige auf der Welt eine Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gestartet.

Zuletzt ist der CONI von einem Skandal beim italienischen Leichtathletik-Verband (FIDAL) belastet worden. Insgesamt 65 Sportlern drohen wegen verpasster Doping-Kontrollen Sperren von bis zu einem Jahr.

Die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des CONI hatte bereits vergangene Woche zehn Leichtathleten vorgeladen, die sich angeblich mit Hilfe einiger Verbandsfunktionäre Dopingkontrollen entzogen haben sollen.

Zu den Vorgeladenen gehören Weitspringer Andrew Howe, Fabrizio Donato, Olympiadritter 2012 im Dreisprung, und der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Giuseppe Gibilisco. Howe und Donato haben die Vorwürfe bereits entschieden zurückgewiesen.

Die Leichtathleten waren im Rahmen der Doping-Ermittlungen gegen Geher-Olympiasieger Alex Schwazer ins CONI-Visier geraten.

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