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Lelisa Desisa siegt zum zweiten Mal nach 2013 in Boston
Lelisa Desisa siegt zum zweiten Mal nach 2013 in Boston © Getty Images

Der Äthiopier Lelisa Desisa hat den 119. Boston Marathon gewonnen. Der 25 Jahre alte Vize-Weltmeister von 2013 lief nach 42,195 km in einer Zeit von 2:09:17 Stunden ins Ziel und sicherte sich seinen zweiten Titel beim ältesten Stadtmarathon der Welt.

Bereits vor zwei Jahren, als die Veranstaltung durch Bombenanschläge erschüttert worden war, hatte Desisa in Boston gewonnen.

In diesem Jahr gewann er vor Yemane Adhane Tsegay aus Äthiopien und dem Kenianer Wilson Chebet. Der Mitfavorit und ehemalige Marathon-Weltrekordler Patrick Makau (Kenia), der sich nach zahlreichen Verletzungen in der Weltspitze zurückmelden wollte, gab schon kurz nach der 5-km-Marke auf.

Bei den Frauen lief die Kenianerin Caroline Rotich in 2:24:55 Stunden zu ihrem ersten Sieg in Boston, das sich um die Olympischen Spiele 2024 bewirbt. Mare Dibaba und Buzinesh Deba (beide Äthiopien) belegten die Plätze zwei und drei.

Am 15. April 2013 hatten die Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew zwei Bomben im Zielbereich des Marathons gezündet. Drei Menschen kamen ums Leben, 264 weitere wurden verletzt. Auf ihrer Flucht erschoss das Brüderpaar außerdem einen Polizisten.

Am Dienstag beginnt die Verhandlung über das Strafmaß von Dschochar Zarnajew. In allen 30 Anklagepunkten wurde er schuldig gesprochen. Ihm droht die Todesstrafe. Sein Bruder und Komplize Tamerlan war bei der Festnahme wenige Tage nach dem Bombenattentat gestorben.

In diesem Jahr sicherten rund 3500 Beamte die Veranstaltung ab, zudem kamen auch Bombenspürhunde zum Einsatz.

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