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Usain Bolt will nicht über 400 m an den Start gehen
Usain Bolt kommt nicht in die Gänge © Getty Images

Usain Bolt zeigt beim Meeting von New York einen der schwächsten Auftritte seiner Karriere. Einen Sensationssieg von Zharel Hughes kann er gerade noch verhindern.

Der Sprint-Express Usain Bolt hat weiter gehörig Sand im Getriebe.

Der Leichtathletik-Superstar wollte auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Peking (22. bis 30. August) einen großen Schritt nach vorn machen, hinterließ auf der 7. Station der Diamond League in New York mit einem seiner schwächsten 200-m-Auftritte aber nichts als Fragezeichen.

7000 erwartungsfrohe Zuschauer im Icahn Stadium trauten ihren Augen kaum, als der sechsmalige Olympiasieger über 200 m nur zu einem mühevollen Sieg in 20,29 Sekunden kam.

Nur drei Hundertstel fehlten Zharel Hughes von der kleinen Antilleninsel Anguilla (gut 15.000 Einwohner!) zum größten Triumph seiner Karriere.

Vom Usain Bolt in Glanzform war der Dominator der vergangenen Dekade etwa so weit entfernt wie der Big Apple von seiner Heimat Jamaika.

Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass ihm an der Stätte seines ersten Weltrekordes (9,72 Sekunden über 100 m im Jahr 2008) 2,8 m Gegenwind ins Gesicht bliesen.

Für Bolt war es der dritte Saisonauftritt über die halbe Stadionrunde, seine Bestzeit steht damit weiter bei nur 20,13 Sekunden. Damit ist der achtmalige Weltmeister deutlich langsamer als sein US-Rivale Justin Gatlin, der die Saison-Weltrangliste mit 19,68 Sekunden klar anführt und nach Bolts aktueller Vorstellung in Peking favorisiert wäre.

Auch über 100 m ist der ehemalige Dopingsünder Gatlin in diesem Jahr mit 9,74 Sekunden klar schneller als Bolt (10,12).

Ob sich Bolt in Peking wirklich seinem Rivalen stellt, erscheint nach der Vorstellung in New York mehr als fraglich. Gatlin dürfte sich genüsslich die Hände reiben, er war in der US-Metropole nicht am Start.

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