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Doping (Symbolbild)
Die IAAF besitzt eine Blutwerte-Datenbank © Getty Images

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat bestätigt, dass die Datenbank mit den auffälligen Blutwerten, die in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik" für Aufsehen gesorgt hatte, aus seinem Besitz stammt.

"Die Behauptungen" des Fernsehteams basieren zum größten Teil auf "privaten und medizinisch vertraulichen Daten, die ohne Zustimmung weitergegeben worden sind", hieß es in einer kurzen Stellungnahme der IAAF am Sonntag.

Die Datenbank, die das ARD-Team in seinem am Samstag ausgestrahlten Film als Kernstück der Recherche präsentierte, beinhaltet mehr als 12.000 Blutproben.

Nach Meinung zweier führender Experten gebe es bei einem Siebtel der Proben Hinweise auf Doping. Ein echter Beweis sei dies allerdings nicht.

Nach Analyse der Datenbank könnte insgesamt ein Drittel aller Medaillen in Ausdauersportarten bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen von 2001 bis 2012 von Sportlern mit verdächtigen Blutwerten gewonnen worden sein.

Insgesamt 146, davon 55-mal Gold. In einigen Disziplinen gebe es sogar Verdachtsmomente gegen alle Athleten auf den ersten drei Plätzen.

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