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Robert Harting gewann 2012 olympisches Gold
Robert Harting ist dreifacher Weltmeister im Diskuswerfen © Getty Images

Nach den Enthüllungen der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping, im Schattenreich der Leichtathletik" hat Diskus-Olympiasieger Robert Harting erneut einen internationalen Anti-Doping-Fonds ins Spiel gebracht.

"Es geht wie immer um die internationale Vergleichbarkeit des Anti-Doping-Kampfes", sagte Harting. In diesen Fonds müssten alle Länder einzahlen, Dopingkontrolleure bekämen Diplomatenstatus und könnten so ungehindert und ohne Voranmeldung in die Länder ein- und wieder ausreisen. "Und wer betrügt, wird ausgeschlossen", sagte Harting.

Generell befürchtet der dreimalige Weltmeister Probleme der Leichtathletik in der öffentlichen Wahrnehmung. "Der Tenor bleibt negativ, die Bevölkerung wird schlecht über die Sportart reden", sagte der 30-Jährige.

Dabei müssten die deutschen Läufer, die hauptsächlich die Leidtragenden der dopenden Konkurrenz seien, "eigentlich einen Handschlag bekommen".

Die ARD-Dokumentation hatte unter anderem erneute Doping-Vorwürfe gegen Russland sowie gegen Kenia erhoben. Zudem werteten Experten eine Datenbank des Weltverbandes IAAF mit 12.000 Blutwerten aus. Sie kamen zu dem Schluss, dass es bei einem Siebtel der Proben Hinweise auf Dopingvergehen gebe.

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