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Ein Hammerwerfer wirft einen Hammer
Die Entscheidung im Hammerwurf bei den Männern findet am 23. August statt © Getty Images

Der mehrmals des Dopings überführte frühere Hammerwurf-Weltmeister Iwan Tichon gehört überraschend zum weißrussischen Team für die Leichtathletik-WM in Peking (22. bi 30. August).

Der 39-Jährige hat nach seiner jüngsten Zweijahressperre erst einen Wettkampf bestritten, mit den dabei erzielten 77,46 m liegt er auf Platz 15 der Weltrangliste.

Tichon, der 2003, 2005 und 2007 Weltmeister geworden war, ist einer der berüchtigsten Dopingsünder der Leichtathletik. So verlor er seinen WM-Titel von 2005 neun Jahre später durch Nachtests, bei denen Testosteron-Doping festgestellt wurde. Damals waren neben Tichon fünf Athleten nachträglich bestraft worden.

Am Dienstag hatte die IAAF bekannt gegeben, dass aufgrund nachträglicher Tests von Proben der WM 2005 und 2007 28 weiteren Athleten suspendiert worden sind. Namen wurden nicht genannt.

Tichon musste zudem Olympia-Silber 2004 wegen Steroid-Dopings und den EM-Titel 2006 wegen Testosteron-Missbrauchs abgeben. Die ebenfalls aberkannte Bronzemedaille der Olympischen Spiele 2008 erhielt Tichon aufgrund eines Urteils des Internationalen Sportgerichtshofs CAS zurück.

Aus den Startlisten von Olympia 2012 wurde er nach Bekanntwerden positiver Testergebnisse gestrichen.

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