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Oscar Pistorius sitzt wegen fahrlässiger Tötung eine Haftstrafe ab © Getty Images

Der südafrikanische Paralympics-Sieger Oscar Pistorius wird am Freitag wahrscheinlich doch noch nicht das Gefängnis verlassen.

Die Entscheidung, den beidseitig beinamputierten Sprint-Star von der Strafanstalt Pretoria in einen Hausarrest zu überstellen, sei "voreilig" gewesen und habe keine "rechtliche Grundlage", teilte Justizminister Michael Masutha am Mittwoch mit.

Der Spruch vom 5. Juni werde ausgesetzt und vom Bewährungsausschuss erneut geprüft.

Pistorius war im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung seiner damaligen Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Ein Sechstel davon, zehn Monate, hat er im Gefängnis Kgosi Mampuru II nun abgesessen - daher kommt eine Entlassung infrage.

Die südafrikanische Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag wie angekündigt Berufung gegen das Urteil eingereicht. Sie verfolgt eine Anklage wegen Mordes, Pistorius würde in diesem Fall eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren drohen.

Die Berufungsverhandlung in Bloemfontein soll im November stattfinden.

Pistorius hatte Reeva Steenkamp durch eine geschlossene Badezimmertür erschossen. Laut seiner Aussage vermutete er einen Eimnbrecher hinter der Tür.

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