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15th IAAF World Athletics Championships Beijing 2015 - Day Three
Thomas Rohler ging in Peking als Deustcher Meister an den Start © Getty Images

Peking - Speerwerfer Thomas Röhler fehlen bei der WM in Peking nur Zentimeter zur Bronze-Medaille, der neue Weltmeister kommt aus Afrika. Die Stab-Artistinnen gehen leer aus.

Der deutsche Speerwurf-Meister Thomas Röhler hat bei der Leichtathletik-WM in Peking die erhoffte Medaille nur um 24 Zentimeter verpasst (Die Leichtathletik-WM - täglich im LIVETICKER).

Röhler kam beim Sieg des Kenianers Julius Yego (92,72 m) als bester Deutscher mit 87,41 m auf Platz vier. Silber ging an den Ägypter Ihab Abdelrahman El Sayed (88,99), Bronze holte der finnische Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki (87,64).

Der Jahres-Weltbeste Yego holte damit das erste Speerwurf-Gold für das ostafrikanische Land bei einer WM. Die 92,72 bedeuteten gleichzeitig die größte Weite seit 14 Jahren. Der 26-Jährige ist nun hinter Weltrekordler Jan Zelezny (Tschechien) und dem Finnen Aki Parviainen der drittbeste Werfer der Geschichte.

Speerwerfer im Trio stark

Neben dem Thüringer Röhler, komplettierten Andreas Hofmann (86,01/Mannheim) als Sechster und der Siebte Johannes Vetter (83,79/Saarbrücken) das starke DLV-Ergebnis. Erst zweimal reichte Röhlers Weite in der WM-Geschichte nicht zu einer Medaille (Alle Ergebniss der Leichtathletik-WM im Überblick).

Matthias de Zordo hatte 2011 mit Gold die bislang letzte deutsche WM-Medaille im Speerwurf gewonnen. 2003 standen zuletzt drei Deutsche in einem WM-Finale, damals holte der heutige Bundestrainer Boris Obergföll Bronze. Olympiasieger Keshorn Walcott (Trinidad und Tobago) war genau so in der Qualifikation gescheitert wie Lars Hamann.

Krause trumpft auf

Die nächste deutsche Medaille holte Gesa Felicitas Krause über 3000m Hindernis. Die 23-Jährige stürmte mit persönlicher Bestzeit 9:19,25 Minuten in die Weltelite. Das Rennen wurde zur Hundertstelentscheidung.

Noch auf der Zielgeraden hatte Krause sogar kurzzeitig das Feld angeführt, doch dann zogen die Kenianerin Hyvin Jepkemoi (9:19,11) sowie die Jahres-Weltbeste Habiba Ghribi(Tunesien/9:19,24) noch knapp vorbei. Zuletzt hatte 2001 Ingo Schultz mit Silber über 400 m für eine deutsche Medaille in einer Lauf-Disziplin gesorgt.

Sprint-Superstar Bolt (19,95) und sein umstrittener Rivale Gatlin (19,87) liefen sich für ihren zweiten Showdown warm. Beide blieben als einzige Läufer unter 20 Sekunden - das Finale am Donnerstag dürfte ähnlich spannend werden wie das über 100 m, das Bolt hauchdünn für sich entschieden hatte.

Stab-Artistinnen chancenlos

Ohne Medaille blieben die deutschen Stabhochspringerinnen Martina Strutz und Lisa Ryzih. Mit je übersprungenen 4,60 m belegten sie die Plätze acht und zwölf. Es gewann die Kubanerin Yarisley Silva mit im dritten Versuch gemeisterten 4,90 m.

Die weiteren Goldmedaillen am fünften Tag gingen über 400 m Hürden wie vor zwei Jahren an die Tschechin Zuzana Hejnova (53,50 Sekunden) und über 400 m der Männer an Außenseiter Wayde van Niekerk aus Südafrika (43,48 Sekunden).

Am Donnerstag greifen die ehemalige Hammer-Weltrekordlerin Betty Heidler und Kathrin Klaas (beide Frankfurt) in die Medaillenvergabe ein. Beide schafften den Sprung in den Endkampf, wenn auch mit einiger Mühe. Beste der Qualifikation war Polens Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk mit im ersten Versuch erzielten 75,01 m.

Platz sechs und starke 13:19,84 Minuten im schnellen zweiten Vorlauf reichten dem deutschen 5000-m-Meister Richard Ringer zum Finaleinzug am Samstag.

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