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Craig Reedie ist Präsident der WADA
Craig Reedie ist Präsident der WADA © Getty Images

Eine E-Mail des Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), Craig Reedie, an die Anti-Doping-Beauftragte der russischen Regierung sorgt für Verwirrung.

In der E-Mail vom 30. April an Natalia Schelanowa zeigt sich Reedie betroffen darüber, dass es im Zuge der ARD-Dokumentation über Hinweise auf weitverbreitetes Doping anscheinend zu atmosphärischen Störungen zwischen der WADA und der russischen Regierung gekommen sei.

Zudem weist Reedie darauf hin, dass die WADA keine Maßnahmen ergreifen werde, die den verbesserten Anti-Doping-Maßnahmen in Russland entgegenstehen würden.

Nach den Enthüllungen in der ARD im vergangenen Dezember hatte die WADA eine unabhängige Untersuchungskommission eingerichtet. Deren Abschlussbericht steht noch aus.

Ressie betonte, dass es keine "politischen Absichten" bei den Maßnahmen der WADA gebe.

Vielmehr sei die WADA von verschiedenen nationalen Anti-Doping-Organisationen aus unterschiedlichen Teilen der Welt unter Druck gesetzt worden, eine Untersuchung einzuleiten.

Die ARD veröffentlichte am Freitag die E-Mail sowie eine Stellungnahme der WADA zu dem bekannt gewordenen Schreiben.

Darin teilt die WADA mit, dass der Präsident lediglich klar stellen wollte, dass die Untersuchungen in der Hand der Kommission lägen.

Weiterführende Medienberichte würden nicht der Realität entsprechen und seien eine falsche Darstellung der Kommunikation.

"Die Kommission hat und wird auch zukünftig objektiv und völlig unabhängig ihre Arbeit machen. Zu vermuten, die WADA habe andere Absichten, ist falsch und irreführend", hieß es in der Stellungnahme weiter.

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