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In den Niederlanden ist ein Streit um Bluttests entbrannt
Bei den jüngsten Enthüllungen geht es um Doping-Vorwürfe gegen Russland und Kenia © Getty Images

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wird nach den neuen Doping-Enthüllungen in der Leichtathletik "mit Dringlichkeit" offizielle Ermittlungen einleiten. Das gab die Organisation am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.

WADA-Präsident Craig Reedie kritisierte aber auch die Weitergabe der Blutwerte aus einer Datenbank des Weltverbandes IAAF an die Medien. Alle Athleten und Verbände, die dadurch ihre Rechte missachtet sehen, sollten sich an die untersuchende "Unabhängige Kommission" wenden.

Die Kommission unter Leitung des früheren WADA-Präsidenten Dick Pound war im Dezember zur Aufarbeitung der ersten schweren Vorwürfe gegen den russischen Leichtathletik-Verband gegründet worden.

Die IAAF begrüßte die WADA-Ankündigung und versprach umfassende Kooperation bei der Aufarbeitung.

Die jüngsten Enthüllungen entstammen der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping, im Schattenreich der Leichtathletik" hatte unter anderem erneute Doping-Vorwürfe gegen Russland sowie gegen Kenia erhoben.

Zudem werteten Experten eine Datenbank des Weltverbandes IAAF mit 12.000 Blutwerten aus und kamen dabei zu dem Schluss, dass es bei einem Siebtel der Proben Hinweise auf Dopingvergehen gebe.

Es sei davon auszugehen, dass jede dritte Medaille bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen in Ausdauerdisziplinen im Zeitraum zwischen 2001 und 2012 von Athleten gewonnen wurde, die mit Doping zu tun hatten.

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