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Russlands Olympia-Aus wird offenbar immer wahrscheinlicher
Russland steht der nächste Dopingfall ins Haus © Getty Images

Die WM in Peking hat offenbar ihren dritten Dopingfall. Wie russische Medien am Freitag berichteten, wurde Geher Alexander Jargunkin schon vor den Titelkämpfen positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet.

Der 34-Jährige wurde daraufhin vorläufig gesperrt und wird nicht am 50-km-Rennen am Samstag teilnehmen.

Jargunkin wäre ohnehin der einzige russische Starter gewesen, andere Athleten hatte der Verband aufgrund der massiven Dopingprobleme im nationalen Trainingszentrum nicht für die Weltmeisterschaften nominiert.

Die Nachricht seiner vorläufigen Sperre sei ein Schock für ihn gewesen, sagte Jargunkin der Zeitung Sport-Express und beteuerte seine Unschuld: "Ich habe einen Anruf erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass sie Epo gefunden hätten. Natürlich habe ich kein Erythropoetin genommen. Ich war der einzige nominierte russische Geher, ich wurde die ganze Zeit getestet. In all den Jahren hat es nie ein Problem bei mir gegeben."

Gut einen Monat vor den Weltmeisterschaften hatte der russische Verband WFLA den Großteil seiner Geher vorerst von allen internationalen Wettkämpfen zurückgezogen und zudem Erfolgstrainer Wiktor Tschegin suspendiert.

Dies sei erfolgt, "um einen Image-Schaden für den russischen Sport abzuwenden".

Mindestens 20 von Tschegins Athleten wurden in den vergangenen Jahren wegen Dopings gesperrt, darunter die Olympiasieger Waleri Bortschin, Sergej Kirdjapkin und Olga Kaniskina.

Erst am Mittwoch waren zwei Läuferinnen aus dem ohnehin unter Betrugsverdacht stehenden Kenia positiv getestet und vom Weltverband IAAF vorläufig suspendiert worden.

Bei den Athletinnen handelt es sich um 400-m-Läuferin Joyce Zakary und Hürdenspezialistin Koki Manunga.

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