vergrößernverkleinern
Ezekiel Kemboi
Ezekiel Kemboi ließ im Schlussspurt seine Landsleute stehen © Getty Images

Der Kenianer Ezekiel Kemboi hat sich zum vierten Mal in Folge WM-Gold über 3000 m Hindernis gesichert und damit Geschichte geschrieben (Die Leichtathletik-WM - täglich im LIVETICKER).

Als erster Leichtathlet gewann der 33-Jährige seine siebte Medaille in ein und derselben Disziplin. Zudem überflügelte Kemboi seinen großen Landsmann Moses Kiptanui, der das Hindernisrennen der WM dreimal in Serie gewonnen hatte.

Der zweimalige Olympiasieger Kemboi siegte in 8:11,28 Minuten vor seinen Landsleuten Conseslus Kipruto (8:12,38) und Brimin Kipruto (8:12,54). Jairus Birech (8:12,62) machte Kenias Vierfach-Triumph perfekt. Deutsche Läufer waren in Peking nicht am Start (Alle Ergebnisse der Leichtathletik-WM im Überblick).

"Ich bin so glücklich über meinen vierten Titel. Jetzt wird mit meinen Teamkollegen gefeiert, aber dann ist das große Ziel schon Olympia in Rio", sagte Kemboi.

2003, 2005 und 2007 hatte er WM-Silber geholt, danach jeweils triumphiert. Vor Kemboi hatten Sergej Bubka (UdSSR/Ukraine/Stabhochsprung), Lars Riedel (Deutschland/Diskus) und Haile Gebrselassie (Äthiopien/10.000 m) sowie die Jamaikanerin Merlene Ottey (200 m) jeweils sechs Medaillen in ihrer Disziplin gewonnen.

Seit 1991 gewann damit zum 13. Mal ein gebürtiger Kenianer das Hindernis-Rennen. 2003 und 2005 holte zwar Saif Saaeed Shaheen für Katar Gold, dieser war aber bis 2002 als Stephen Cherono für sein Geburtsland Kenia angetreten. Nur bei den beiden ersten WM-Ausgaben siegten Europäer: 1983 Patriz Ilg aus Fürth, 1987 der Italiener Francesco Panetta.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel