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Sebastian Dietz bei der Leichtathletik-WM der Behinderten in Katar
Sebastian Dietz stellte in Katar eine neue WM-Bestmarke auf © Getty Images

Kugelstoßer Sebastian Dietz sorgt bei der Para-WM für die erste Goldmedaille. Der 30-Jährige setzt sich gegen den klaren Favoriten durch und sorgt für einen Rekord.

Sebastian Dietz hat dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) bei der Leichtathletik-WM in Katar die erste Goldmedaille beschert.

Der 30-Jährige gewann im Kugelstoßen mit 14,87 - weiter hatte noch nie ein Athlet bei Weltmeisterschaften gestoßen. Der klar favorisierte Titelverteidiger Wladimir Swiridow aus Russland stieß acht Zentimeter weniger.

"Das ist mega-geil", sagte Dietz danach ausgelassen: "Der Russe ist bärenstark. Ich wollte ihn einfach ein wenig ärgern. Den Angriff auf ihn hatte ich eigentlich erst für Rio geplant. Aber nun habe ich Gold geholt."

Der Sieg gebe "natürlich einen riesigen Motivationsschub für Rio 2016. Ich weiß, dass dort mit dieser Weite kein Gold und vielleicht nicht einmal eine Medaille zu holen ist. Aber bis dahin ist noch viel Zeit und ich werde hart an mir arbeiten. Dann rocken wir Rio".

Für Dietz, der bei einem Autounfall 2004 eine schwere Halswirbelverletzung erlitten hatte, war es der dritte internationale Titel, aber der erste mit der Kugel.

Mit dem Diskus hatte er 2012 bei den Paralympics und bei der WM vor zwei Jahren Gold gewonnen.

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