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IPC Athletics World Championships - Day Six - Evening Session
David Behre gewann schon über 400 Meter die Goldmedaille © Getty Images

Mit Europarekord zum Staffel-Gold: Weitsprung-Weltrekordler Markus Rehm, 400-m-Weltmeister David Behre und die Debütanten Felix Streng und Johannes Floors haben für einen krönenden Abschluss des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) bei der Leichtathletik-WM in Katar gesorgt.

In 41,86 Sekunden holte das Leverkusener Quartett das achte Gold des DBS bei dieser WM vor den USA (42,91) mit dem zweifachen Weltrekordler (100/200 m) Richard Browne.

"Jetzt werden wir auf dem Heimweg im Flieger richtig anstoßen", sagte Rehm: "Es war ein Wahnsinns-Rennen, hat riesig Spaß gemacht. Wir haben als Team super gearbeitet. Wir wollten Johannes einen Vorsprung rauslaufen, weil er gegen den zweimaligen Weltrekordler laufen musste. Das hat geklappt, und er hat es super nach Hause gelaufen."

Auch Behres Stimme überschlug sich fast. "Das war die perfekte WM. Es ist hammergeil, mit diesen Jungs hier zu stehen", erklärte der 29-Jährige: "Jetzt haben wir auch richtig Bock auf die Staffel bei den Paralympics in Rio, da wird es wieder richtig krachen."

Besonders gerührt war auch Teammanager Jörg Frischmann an seinem 52. Geburtstag. "Das ist traumhaft, schöner als meine eigenen WM-Titel und der Paralympics-Sieg", sagte er: "Ich habe diese Jungs zum Sport gebracht und jetzt gewinnen sie hier Gold. Da musste ich schon eine Träne verdrücken."

Zuvor hatten neben Rehm und Behre bereits Vanessa Low (Leverkusen) im Weitsprung, Sebastian Dietz (Bünde) mit der Kugel, Martina Willing (Cottbus) mit dem Speer und zweimal Marianne Buggenhagen (Berlin/Kugel und Diskus) Gold gewonnen.

Insgesamt beendete der DBS die WM mit 24 Medaillen: Neben achtmal Gold, holten die deutschen Athleten siebenmal Silber und neunmal Bronze. Zwei Drittel davon gewannen Frauen. 

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