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Marianne Buggenhagen gewann auch im Diskuswerfen
Marianne Buggenhagen gewann auch im Diskuswerfen © Getty Images

Die "Grande Dame" Marianne Buggenhagen hat in ihrem letzten Wettkampf bei Weltmeisterschaften der Behindertensportler ihr 23. WM-Gold gewonnen.

Die 62 Jahre alte Berlinerin, älteste Athletin der Leichtathletik-WM in Katar, gewann nach der Kugel-Konkurrenz auch im Diskuswerfen (25,40 m).

Die gebürtige Britin Marie Hawkeswood (Berlin) holte Bronze (20,09).

Buggenhagen bekräftigte im Anschluss nochmal, dass sie ihre Karriere nach den Paralympics 2016 in Rio beenden wird.

"Das ist unumstößlich", sagte sie: "Sport werde ich weiter machen, aber mein Körper meldet sich bei mir, ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste. Aber heute wollte ich es nochmal allen zeigen." Wehmut verspüre sie noch nicht. "Das kommt wahrscheinlich morgen bei der Siegerehrung", erklärte sie: "Aber in Marie ist meine Nachfolgerin schon da, dadurch fällt es mir ein bisschen leichter."

Für die neunmalige Paralympicssiegerin, die seit 1977 im Rollstuhl sitzt und 1994 bei einer ARD-Wahl vor Steffi Graf und Franziska van Almsick zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, war es die 60. Medaille bei internationalen Meisterschaften - und es wären wohl noch mehr, wäre ihr zu DDR-Zeiten nicht die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen im Westen untersagt gewesen.

Marie Hawkeswood wird wegen eines Vetos des englischen Verbandes allerdings wahrscheinlich nicht in Rio an den Start gehen dürfen, freute sich nach Silber mit der Kugel aber über ein erfolgreiches Debüt für den Deutschen Behindertensportverband (DBS): "Wieder zwei Medaillen für Deutschland. Da gibt es ganz schön was zu feiern."

Für den DBS war Buggenhagens zweites Gold das insgesamt sechste bei dieser WM.

Die weiteren Titel hatten Markus Rehm und Vanessa Low im Weitsprung, David Behre über 400 m und Sebastian Dietz mit der Kugel geholt. Am Mittwoch gewann Deutschland fünf Medaillen.

Neben Buggenhagen und Hawkeswood jubelten Irmgard Bensusan (Silber über 400 m), Franziska Liebhardt (Silber im Weitsprung) und Frederike Koleiski (Bronze im Kugelstoßen).

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