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Richard Pound (M.) bei der Vorstellung des ersten WADA-Untersuchungsreports im November
Richard Pound (M.) bei der Vorstellung des ersten WADA-Untersuchungsreports im November © Getty Images

Die internationale Leichtathletik versinkt offenbar noch tiefer im Dopingsumpf: WADA-Ermittler Dick Pound kündigt weitere Enthüllungen mit "Wow-Effekt" an.

Der Doping-Skandal in der internationalen Leichtathletik ist offenbar noch größer als ohnehin schon angenommen.

"Wenn wir die Informationen veröffentlichen, wird es einen 'Wow-Effekt' geben", sagte Richard Pound, Vorsitzender der unabhängigen Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), der britischen Tageszeitung The Independent.

"Ich denke, die Menschen werden sagen, wie zur Hölle konnte das passieren? Es ist ein kompletter Verrat an all dem, was Verantwortliche im Sport eigentlich machen sollen."

Pound bezog sich dabei auf den zweiten Teil des Untersuchungsberichts, der voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht werden soll. Dieser beschäftigt sich vor allem mit den Verstrickungen des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in den Skandal.

Aufgrund der Hinweise der Kommission wurden in Frankreich bereits gegen den ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack sowie weitere Beschuldigte Ermittlungsverfahren wegen Korruption und Geldwäsche eingeleitet.

Im Zuge der Enthüllungen wurde auch der russische Leichtathletik-Verband ARAF aus der IAAF ausgeschlossen. Zudem wurde die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA von der WADA suspendiert, das Anti-Doping-Labor in Moskau verlor seine Akkreditierung. Außerdem drohen mehreren russischen Leichtathleten und Trainern lebenslange Sperren.

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