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European Athletics Annual Conference and Gala
Sebastian Coe ist seit August 2015 IAAF-Präsident. © Getty Images

Im Zuge des Doping-Skandals prüft IAAF-Präsident Sebastian Coe (59) Sanktionen gegen den russischen Leichtathletik-Verband ARAF.

"Die Information aus dem Bericht der unabhängigen Untersuchungskommission der WADA ist alarmierend. Wir benötigen Zeit, um die detaillierten Ergebnisse des Berichtes vollständig zu verarbeiten und zu verstehen", sagte Coe in einer ersten Stellungnahme: "Ich habe jedoch das Council aufgefordert, Sanktionen gegen die ARAF zu prüfen."

Strafen könnten von provisorischen bis hin zu ganzheitlichen Sperren sowie dem Ausschluss von zukünftigen IAAF-Wettkämpfen reichen. Dieser Schritt sei nicht "leichtfertig" geschehen, sagte Coe: "Unseren Athleten, Partner und Fans versichere ich, dass wir Fehler in unserer Führung oder unseren Anti-Doping-Programmen in Ordnung bringen werden. Wir werden alles tun, um saubere Athleten zu schützen und das Vertrauen in unseren Sport wiederherzustellen. Die IAAF wird den Polizeibehörden weiter volle Kooperation anbieten, um die fortlaufenden Ermittlungen zu unterstützen."

Über Sanktionen gegen Russland muss nun das 27-köpfige IAAF-Council, quasi die Weltregierung der Leichtathletik, entscheiden. Danach hätte Russland die Möglichkeit, auf die Anschuldigungen und geplanten Sanktionen zu reagieren. Daraufhin würde das Council wiederum die Antwort des russischen Verbandes beraten und sich über weitere Schritte einigen. Die unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA fordert unter anderem den Ausschluss der ARAF aus dem Weltverband IAAF wegen Nicht-Einhaltung des Anti-Doping-Codes.

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