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Doping (Symbolbild)
Im Zuge des russischen Dopingskandals hat nun auch Interpol die Ermittlungen aufgenommen. © Getty Images

Der Dopingskandal in der russischen Leichtathletik ruft nun auch Interpol auf den Plan. Eine weltweite Untersuchung folgt - zunächst rückt offenbar Singapur in den Fokus.

Interpol hat Ermittlungen im Zuge des Skandals in der russischen Leichtathletik aufgenommen.

Die länderübergreifende Polizei-Behörde gab am Montag kurz nach der Präsentation der Ergebnisse einer unabhängigen Doping-Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in Genf bekannt, dass sie eine weltweite Untersuchung unter französischer Leitung koordinieren werde.

Interpol kündigte an, mit Behörden in allen Ländern zusammenzuarbeiten, die von dem Skandal betroffen seien. In einer Mitteilung nannte Interpol beispielhaft Singapur, wo die IAAF-Spitze unter dem Ex-Präsidenten Lamine Diack über eine Scheinfirma illegale Geschäfte abgewickelt haben soll.

Interpol nennt die Aktion "Operation Augias" - eine Anspielung auf die griechische Mythologie, in der Herakles im Rahmen seiner legendären zwölf Aufgaben den riesigen "Augias-Stall" ausmisten sollte.

Die unabhängige Kommission hatte am Montag unter anderem gefordert, den russischen Leichtathletik-Verband ARAF wegen Nicht-Einhaltung des Anti-Doping-Codes aus dem Weltverband IAAF auszuschließen. Französische Behörden hatten schon in der vergangenen Woche auf Grundlage der Kommissionsarbeit ein Ermittlungsverfahren gegen Diack und weitere hochrangige IAAF-Funktionäre eingeleitet.

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