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Einen Tag nach der Schließung des Moskauer Anti-Doping-Labors wirft der Chef hin. © Getty Images

Der Ermittlungsbericht der Welt-Anti-Doping-Agentur hat erste personelle Konsequenzen in Russland zur Folge: Ein ins Zwielicht geratener Funktionär tritt ab.

Nur wenige Stunden nach der Schließung des Moskauer Anti-Doping-Labors durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat der bisherige Leiter Gregori Rodschenkow seinen Rücktritt erklärt.

Damit wurde die Forderung der WADA erfüllt, die ihm unter anderem vorgeworfen hatte, 1417 Dopingproben zerstört zu haben.

Sportminister Witali Mutko habe den Rücktritt akzeptiert, wird eine Sprecherin in russischen Agenturen zitiert, die gleichzeitig Maria Dikunez als Nachfolgerin von Rodschenkow bekannt gab.

Rodschenkows Rücktritt ist die erste personelle Konsequenz aus dem Skandal in der russischen Leichtathletik - trotz der von Wladimir Putins Sprecher vorgebrachten Beschwerden, die Enthüllungen der WADA seien "eher gegenstandslos".

Der Untersuchungsbericht einer unabhängigen Kommission unter Vorsitz des ehemaligen WADA-Vorsitzenden Richard Pound hatte am Montag einen systematischen Betrugsskandal in der russischen Leichtathletik offengelegt. Eine Forderung Pounds lautete, dem Labor in Moskau die Akkreditierung zu entziehen. Dies geschah am Dienstag.

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