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Mehrere Ringer vom ASV Nendingen wurden positiv getestet
In der russischen Leichtathletik wird schon seit Jahren systematisch gedopt © Getty Images

Die Dopingpraktiken in der russischen Leichtathletik sollen der IAAF bereits seit Jahren bekannt gewesen sein. Das bestätigte der ehemalige Generalsekretär Pierre Weiss.

Nach Angaben des ehemaligen Generalsekretärs Pierre Weiss hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF seit mindestens 2009 von gravierenden Dopingproblemen in Russland gewusst.

"Es stimmt, dass wir wiederkehrende Probleme mit Russland hatten", sagte der damals amtierende Weiss der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Der Unterschied zur aktuellen Situation ist, dass wir uns nicht vorstellen konnten, dass der russische Verband involviert und sogar mitverantwortlich ist."

Der Franzose bestätigte auch, dass er 2009 zwei E-Mails an den russischen Verband ARAF geschrieben, in denen er auf die enormen Gesundheitsrisiken hingewiesen und die Verantwortlichen wegen der Vielzahl an Dopingfällen zum Handeln aufgefordert habe.

Die Nachrichtenagentur Associated Press hatte diese Mails zuerst veröffentlicht.

Die IAAF hatte im November 2015 den russischen Verband wegen massiver Dopingverfehlungen suspendiert. Die unabhängige Untersuchungskommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte nach einer ARD-Dokumentation monatelang ermittelt und den Ausschluss empfohlen.

Russlands Leichtathleten droht damit das Aus für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.

Am Donnerstag stellt die Kommission in München den mit Spannung erwarteten zweiten Teil ihres Berichts vor.

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