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Sebastian Coe ist Präsident des Leichtathletik-Weltverbands © Imago

Nach den Skandalen in der Leichtathletik drückt IAAF-Präsident Sebastian Coe aufs Tempo. Sein Zeitrahmen für die anstehende Reformen ist eng gesteckt.

IAAF-Präsident Sebastian Coe will seinen Reformprozess im skandalgeplagten Leichtathletik-Weltverband in diesem Jahr abschließen.

"Ich bin sicher, dass die Änderungen, die ich auf dem Weg gebracht habe, in großen Teilen am Ende des Jahres realisiert sind", sagte der Brite am Montag in Tokio: "Man kann nicht sagen, wie lange der Weg zurück zur Glaubwürdigkeit dauern wird. Aber wir müssen diese Reformen angehen."

Seit Monaten hält der Doping- und Korruptionsskandal den Weltverband in Atem. Auch Coe steht dabei enorm unter Druck, auch wenn er immer wieder behauptet, vom mutmaßlich kriminellen System seines Vorgängers Lamine Diack nichts gewusst zu haben.

Die unabhängige Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur hatte den langjährigen IAAF-Präsident Diack schwer beschuldigt. Zusammen mit seinen Söhnen und weiteren Komplizen soll er eine "Schattenregierung" installiert und unter anderem auch versucht haben, positive Dopingtests gegen Geldzahlungen zu vertuschen.

Bereits zuvor war der russische Leichtathletik-Verband ARAF wegen massiver Doping-Verfehlungen aus dem Weltverband ausgeschlossen worden. Das Anti-Doping-Labor in Moskau verlor seine Akkreditierung, die nationale Anti-Doping-Agentur RUSADA wurde von der WADA suspendiert.

Ohne weitreichende Reformen dürfen Russlands Leichtathleten nicht an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen.

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