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Erpressungsvorwürfe erschüttern den kenianischen Verband
Erpressungsvorwürfe erschüttern den kenianischen Verband © Getty Images

Nach den jüngsten Erpressungsvorwürfen in der kenianischen Leichtathletik will Isaac Mwangi sein Amt als Geschäftsführer des nationalen Verbandes AK vorerst ruhen lassen.

In einem Brief an den Verband erklärte er, seinen Posten für den Zeitraum von 21 Tagen verlassen zu wollen. Zugleich bestritt er jegliches Fehlverhalten.

Die beiden bei der vergangenen WM in Peking des Dopings überführten Läuferinnen Joyce Zakary und Francisca Koki Manunga hatten erklärt, vom Mwangi zur Zahlung von umgerechnet 21.000 Euro aufgefordert worden zu sein. Im Gegenzug sollten ihre Vier-Jahres-Sperren reduziert werden.

Diese "unbegründeten" Anschuldigungen hätten ihm "großen seelischen Schmerz" bereitet, erklärte Mwangi - er sei bestrebt, seinen Namen "reinzuwaschen".

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte besorgt auf die neuen Erpressungsvorwürfe in der kenianischen Leichtathletik reagiert.

"Wir sind extrem beunruhigt über diese Berichte, vor allem weil sie genauso klingen wie das, was wir aus der Untersuchung der unabhängigen Kommission gelernt haben", sagte WADA-Generaldirektor David Howman: "Die WADA braucht noch mehr Informationen, um herauszufinden, ob es eine Angelegenheit ist, die wir untersuchen, oder Sache der IAAF-Ethikkomission ist."

Am vergangenen Donnerstag war eine WADA-Frist verstrichen, innerhalb der das ostafrikanische Land konkrete Maßnahmen gegen Dopingbetrüger hätte nachweisen müssen. 

Die kenianische Anti-Doping-Agentur ADAK ist als Folge auf eine "Beobachtungsliste" gesetzt worden, das Land muss innerhalb der nächsten zwei Monate die Forderung der WADA erfüllen - ansonsten könnte die ADAK als nicht regelkonform erklärt werden.

Das könnte dann in letzter Konsequenz das Aus für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro bedeuteten, allerdings müsste dies das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschließen.

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