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Julian Reus gewann bei der DM in Nürnberg Gold über 100 und 200 m
Julian Reus holt sich den Rekord im dritten Anlauf © DPA Picture-Alliance

Julian Reus holt sich den Rekord über 60 Meter. Als die bisherige Bestmarke aufgestellt wurde, war er noch nicht mal auf der Welt. Auch Tatjana Pinto läuft eine Mega-Zeit.

Spitzensprinter Julian Reus ist bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig deutschen Rekord über 60 Meter gelaufen.

Der Wattenscheider kam in 6,52 Sekunden ins Ziel und unterbot damit den über 28 Jahre alten Rekord des Berliner Sven Matthes um eine Hunderstelsekunde. Damals, am 13. Februar 1988, war Reus noch nicht einmal geboren.

Reus ist damit alleiniger deutscher Rekordhalter in der Halle und im Freien, über die 100 Meter hatte er 2014 in 10,05 Sekunden die Bestmarke gesetzt.

In dieser Saison hatte der 27-Jährige die alte Bestmarke bereits zweimal eingestellt. Zweiter wurde in Leipzig der Wattenscheider Christian Blum (6,60) vor Robert Hering aus Leipzig (6,69).

Auch Pinto mit Glanzzeit

Bei den Frauen sorgte Tatjana Pinto mit ihrer starken Leistung über 60 Meter ebenfalls für ein Highlight.

Die Paderbornerin holte in herausragenden 7,07 Sekunden den Titel vor Rebekka Haase (LV Erzgebirge/7,20) und ist damit die viertschnellste deutsche Läuferin der Geschichte.

Nur die DDR-Sprinterinnen Marita Koch (7,04/1985), Silke Möller (7,04/1988) und Katrin Krabbe (7,06/1991) waren jemals schneller.

Bereits zuvor hatte die Olympiateilnehmerin auf sich aufmerksam gemacht. 7,12 im Zwischenlauf bedeuteten bereits deutsche Jahresbestleistung, mit 7,19 im Vorlauf hatte sie die Norm für die Hallen-WM in Portland geknackt.

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