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Markus Rehm
Paralympics-Sieger Markus Rehm © Getty Images

Paralympics-Sieger Markus Rehm gibt den Traum von Olympia nicht auf. Ein Gutachten soll den Prothesen-Springer nun zur Teilnahme in Rio verhelfen.

Prothesen-Springer Markus Rehm kämpft weiter um die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio.

Um zu beweisen, dass der Leverkusener durch seine Prothese im Vergleich mit nicht behinderten Athleten keinen Vorteil hat, will der Paralympics-Sieger nun ein eigenes Gutachten in Auftrag geben.

"Wir sind schon zu etwa 90 Prozent bereit", sagte Rehms Manager Lars Bischof der Zeitung Neues Deutschland. In etwa zwei Wochen wolle Rehm das geplante Forschungsdesign vorstellen.

Rehm war 2014 sensationell deutscher Meister im Weitsprung geworden und hatte dadurch große Diskussionen ausgelöst. Für die Freiluft-EM war er später nicht nominiert worden, 2015 startete er bei den deutschen Meisterschaften in einer getrennten Wertung.

Im vergangenen August hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF eine Regeländerung beschlossen, nach der nun die Sportler selbst nachweisen müssen, dass sie durch "mechanische Hilfen" keinen Vorteil haben. Mit seiner Bestleistung von 8,40 Metern könnte Rehm in Rio um die Medaillen kämpfen.

Mittlerweile hat die IAAF auf die gemeinsame Bitte Rehms und des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) reagiert, Kriterien für einen erfolgreichen Nachweis aufzustellen.

Allerdings rennt Rehm immer mehr die Zeit davon. "Es wäre super, wenn tatsächlich Bewegung hineinkommt, und wir hoffen, dass das nun keine Hinhaltetaktik der IAAF ist", sagte Bischof: "Natürlich wäre es optimal, wenn wir ihre Kriterien noch einbauen könnten, aber wir werden nicht noch mal acht Wochen darauf warten."

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