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Brittney Reese war in Portland nicht zu schlagen
Brittney Reese war in Portland nicht zu schlagen © Getty Images

Alexandra Wester verpasst bei der Hallen-WM in Portland im Weitspringen eine Medaille. Brittney Reese gelingt ein Traumsprung. Ein Fünfkampf-Duo überzeugt.

Alexandra Wester kämpfte wie eine Löwin, doch im Medaillen-Fight der ganz Großen war der Weitsprung-Shootingstar aus Köln letztlich chancenlos: Bei der Hallen-WM in Portland flog Wester mit Platz sechs und 6,67 m deutlich am Podest vorbei, feierte dennoch ein achtbares Debüt im Nationaltrikot.

Den Sieg in einem hochklassigen Wettbewerb sicherte sich die amerikanische Olympiasiegerin Brittney Reese mit herausragenden 7,22 m.

"Ich war schon happy, dass ich bei einer WM mitspringen durfte, das war mein Traum. Klar habe ich auch mal an eine Medaille gedacht, aber man muss realistisch bleiben: Es kann nicht immer steil bergauf gehen", sagte die erst 21 Jahre alte Wester, die sich in dieser Saison um 36 Zentimeter auf 6,95 m verbessert hatte und damit als Nummer eins der Welt nach Portland gereist war.

Wester nervenstark

Nach einem ungültigen ersten Sprung und mäßigen 6,44 m im zweiten bewies Wester Nervenstärke und vermied im dritten Versuch mit ihrer späteren Endweite ein vorzeitiges Aus. In den Medaillenkampf griff Wester aber nicht mehr ein. "Ich war sehr motiviert, und daher zu schnell im Anlauf - dann verkrampfe ich zu Schluss. Das musste ich erst mal rauskriegen, das hat bis zum dritten Versuch gedauert", sagte die Kölnerin.

Hinter Reese sicherten sich die Serbin Ivana Spanovic (7,07) und die Britin Lorraine Ugen (6,93) Silber und Bronze. Xenia Stolz wurde Zwölfte (6,37). Im sechsten und entscheidenden Versuch, der nur noch den vier besten Springerinnen vorbehalten war, fing die 29 Jahre alte Reese die bis dahin führende Spanovic noch mit einem Traumsprung ab.

Weiter flogen unter dem Hallendach bislang nur Weltrekordlerin Heike Drechsler (Bestweite 7,37/1988) die Russin Galina Tschistjakowa (7,30/1989), die mit im Freien erzielten 7,52 m beste Weitspringerin der Geschichte ist, sowie Reese selbst bei ihrem WM-Erfolg 2012 in Istanbul (7,23). Für Reese war es der insgesamt fünfte WM-Titel, dreimal hat sie Gold im Freien gewonnen (2009, 2011, 2013).

Jahresbestzeit von Powell

Im Kugelstoßen kam Tobias Dahm beim überlegenen Sieg des Neuseeländers Tomas Walsh (21,78 m) mit 20,22 auf Platz acht. Das Sprint-Finale über 60 m gewann US-Ausnahmetalent Trayvon Bromell (20) in 6,47 Sekunden vor dem früheren 100-m-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika/6,50) und Ramon Gittens aus Barbados (6,51).

Powell war in der ersten Runde und im Halbfinale in 6,44 Sekunden jeweils Jahresweltbestzeit gelaufen, verkrampfte dann aber in Finale.

Im Fünfkampf sicherte sich die Kanadierin Brianne Theisen-Eaton, Siebenkampf-Vizeweltmeisterin von Peking, mit 4881 Punkten Gold, Celina Leffler kam mit 4181 Punkten auf Platz elf. Bei den Männern liegt Ashton Eaton (USA), Weltrekordler im Zehnkampf, nach dem ersten Tag und vier von sieben Disziplinen in Führung.

Die Ulmer Mathias Brugger als Sechster und Tim Nowak als Achter schlagen sich höchst achtbar.

Ihren Titel im 60-m-Hürdensprint verteidigte die Amerikanerin Nia Ali (7,81 Sekunden) in einem Herzschlagfinale vor ihrer Landsfrau Brianna Rollins (7,82) erfolgreich.

 

 

 

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