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Max Heß zeigte bei der Dreisprung-Qualifikation eine gute Leistung
Max Heß holt Silber © Getty Images

Nach Dreispringer Max Heß sichert sich auch Siebenkämpfer Mathias Brugger bei der Hallen-WM in Portland eine Medaille. Die prominente Konkurrenz sieht alt aus.

Dreispringer Max Heß hat bei der Hallen-WM in Portland überraschend Silber geholt.

Fünf Stunden nach dem zweiten Platz seiner Dreisprung-Kollegin Kristin Gierisch musste sich der 19-Jährige mit der persönlichen Bestleistung von 17,14 m nur dem Chinesen Dong Bin (17,33) geschlagen geben.

Im Anschluss gewann zudem Mathias Brugger Bronze im Siebenkampf und sicherte dem jungen Team des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) die dritte Medaille.

Damit egalisierte der DLV das Ergebnis der Hallen-WM 2014 in Sopot (drei Mal Silber), damals waren allerdings die deutschen Topstars wie die Kugelstoßer David Storl und Christina Schwanitz am Start.

Heß sprang mit 17,14 m im vierten Durchgang auf den Silberplatz vor und bestätigte diese Weite noch einmal im letzten Versuch.

Lediglich der Chinese Dong war nicht zu gefährden, dessen beste drei Versuche hätten jeweils zum Sieg gereicht.

"Unbeschreiblich! Ich hätte nie gedacht, dass es hier Silber wird", sagte Heß.  

Youngster Heß sicherte sich Silber vor prominenter Konkurrenz: Frankreichs Europameister Benjamin Compaore (17,09) holte Bronze vor Peking-Olympiasieger Nelson Evora (Portugal/16,89) und dem WM-Vierten Omar Craddock (USA/16,87).

Heß ist damit bester deutscher Dreispringer in der Halle seit Charles Friedek, der 2000 17,28 m sprang, nachdem er ein Jahr zuvor in Maebashi Hallen-Weltmeister geworden war.

Am Mittag hatte Gierisch, die wie Heß in der Chemnitzer Gruppe von Harry Marusch trainiert, die erste Medaille für das 14-köpfige deutsche Rumpfteam geholt.

Die 25-Jährige sprang im fünften Versuch auf 14,30 m und lag damit nur hinter der Venezolanerin Yulimar Rojas (14,41).

Bronze holte sich die Griechin Paraskevi Papahristou (14,15).

In einem packenden Siebenkampf rettete Brugger als Zweiter des abschließenden 1000-m-Rennens Bronze mit acht Punkten Vorsprung auf Laufsieger Curtis Beach (USA) ins Ziel und feierte den mit Abstand größten Erfolg seiner Karriere.

Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton (USA) wurde mit 6470 Punkten ungefährdet Weltmeister vor dem Ukrainer Alexej Kasjanow (6182) und Brugger (6126). Tim Nowak (5832) wurde Siebter.

Sprinterin Tatjana Pinto schied hingegen in Portland bereits im 60-m-Halbfinale in mäßigen 7,22 Sekunden aus, bei der DM Ende Februar hatte Pinto in 7,07 gesiegt.

Weltmeisterin wurde die Amerikanerin Barbara Pierre (7,02) vor der niederländischen Favoritin Dafne Schippers (7,02) und Elaine Thompson aus Jamaika (7,06).

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