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ATHLETICS-MARATHON-VIENNA
Haile Gebrselassie ist entsetzt über den Dopingskandal in seiner Heimat © Getty Images

Äthiopiens Läufer-Idol Haile Gebrselassie hat sich entsetzt über den drohenden Dopingskandal in seiner Heimat gezeigt und ein hartes Durchgreifen gefordert.

"Ich kann mich dafür nur entschuldigen. Mich hat überrascht, dass es so viele sind, schon alleine die Tatsache, dass äthiopische Athleten überhaupt in Dopingfälle verwickelt sind", sagte der 42-Jährige der L'Equipe: "Die Situation ist ernst, in meinem Land wird über nichts anderes gesprochen."

In der nordostafrikanischen Läufernation soll eine Reihe von Top-Atleten auffällig geworden sein. Unter anderem droht Marathon-Shootingstar Tsegaye Mekonnen offenbar wegen eines positiven Dopingtests eine Sperre. Erwischt wurde auch die ehemalige 1500-Meter-Weltmeisterin Abeba Aregawi, die bis 2012 für Äthiopien lief und seitdem für Schweden startete.

"Wir müssen unseren Sport säubern, keine Frage. Für Betrüger reicht keine Strafe von zwei oder vier Jahren. Da muss es etwas anderes geben, eine sehr harte Bestrafung", sagte der zweimalige Olympiasieger Gebrselassie, sprach sich aber gegen eine generelle Suspendierung wie im Falle der russischen Athleten aus: "Das wäre zwar einfach, aber auch in Russland gibt es Sportler, die hart arbeiten, jeden Tag ohne Doping schwitzen. Es ist wie beim Terrorismus: Die Terroristen stehen nicht für die Millionen Menschen in ihren Ländern."

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