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Markus Rehm
Markus Rehm wurde 2014 deutscher Meister im Weitsprung © Getty Images

Neue Hoffnung für Markus Rehm: Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die über die Erlaubnis von Prothesen in Wettbewerben von Nichtbehinderten entscheiden will.

Die IAAF fügte in einer Mitteilung ausdrücklich hinzu, dies "vor allem für den Weitsprung" zu begutachten.

Das erste Treffen des Kreises findet am 20. April in Monaco statt. Zu den sieben Funktionären gehört auch der Deutsche Gerhard Janetzky, der im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für Inklusion zuständig ist. Endgültig entscheiden will dann das IAAF-Coucil auf seiner nächsten Sitzung im Juni.

"Es ist unser Ziel, so bald wie möglich Klarheit in eine komplexe Frage zu bringen, da Athleten bei der EM in Amsterdam und den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen wollen", sagte der IAAF-Generalsekretär Jean Gracia.

Dabei geht es jedoch aktuell nur um den Leverkusener Rehm. Dessen Manager Lars Bischoff hatte zuletzt erklärt, man wolle eine Untersuchung ins Rollen bringen. Nach derzeitiger Verbands-Rechtslage muss Rehm nämlich beweisen, dass seine Prothese kein Vorteil ist.

Ob Weltrekordler Rehm, der erwägt als letzte Option auch vor ein Sportgericht zu ziehen, einen Start in getrennter Wertung ausreicht, ist noch offen. "Wir sind gesprächsbereit. Er will springen, gerne auch außerhalb der Wertung", erklärte sein Manager: "Doch wenn die Untersuchungen ergeben sollten, dass er keinerlei Vorteile hat: Warum sollte er dann außerhalb der Wertung springen?"

Rehm war 2014 sensationell deutscher Meister im Weitsprung geworden und hatte dadurch große Diskussionen ausgelöst. Für die Freiluft-EM war er später nicht nominiert worden, 2015 startete er bei den deutschen Meisterschaften in einer getrennten Wertung. Mit seiner Bestleistung von 8,40 Metern könnte er in Rio um die Olympia-Medaillen kämpfen.

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