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ATHLETICS-CZE-100M-BOLT
Usain Bolt peilt seine dritte Goldmedaille bei Olympia über 100 Meter an © Getty Images

Ausnahmesprinter Usain Bolt ist noch weit von seiner bestform entfernt. In Ostrau siegt er zwar, seine Zeit lässt aber zu wünschen übrig. Rehm siegt außer Konkurrenz.

Jamaikas Sprint-Superstar Usain Bolt kommt weniger als drei Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) nur langsam in Tritt.

Beim Meeting in Ostrau lief der 29-Jährige in 9,98 Sekunden zwar zum Sieg, blieb im zweitklassig besetzten Feld aber deutlich über dem Meeting-Rekord seines Landsmanns Asafa Powell (9,83). Zehnkampf-Weltrekordler Ashton Eaton (USA) zog seinen Start kurzfristig zurück.

Vor Wochenfrist hatte Bolt in George Town auf den Kaimaninseln in 10,05 Sekunden seine Saison ebenfalls mit einem Sieg begonnen, dabei allerdings eine leichte Oberschenkelverletzung erlitten. Es war der erste Start des sechsmaligen Olympiasiegers seit seinem Dreifacherfolg bei den Weltmeisterschaften in Peking im August 2015.

Der Wettkampf in der tschechischen Industriestadt war für Bolt eine weitere Standortbestimmung für die Sommerspiele in Rio, bei denen er das olympische "Triple-Triple" über 100 und 200 m sowie mit der Sprintstaffel anpeilt.

Seine Medaillenambitionen am Zuckerhut unterstrich der WM-Vierte Thomas Röhler im Speerwurf. Mit der Weltjahresbestleistung von 87,37 m distanzierte der Jenenser unter anderem Weltmeister Julius Yego (Kenia/81,10) deutlich.

Die 19-jährige Konstanze Klosterhalfen gewann überraschend das Rennen über 1500 m in persönlicher Bestzeit von 4:06,91 Minuten und unterbot die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Olympischen Spiele und die Europameisterschaften in Amsterdam (6. bis 10. Juli). 

Der unterschenkelamputierte Prothesen-Springer Markus Rehm sprang im Weitsprung außer Konkurrenz mit 8,13 m weiter als seine sechs gestarteten Kontrahenten. Der deutsche Meister von 2014 hofft, in einer wissenschaftlichen Studie noch vor Olympia beweisen zu können, dass er durch seine Prothese keine Vorteile hat, und in Rio bei den Nicht-Behinderten starten zu dürfen.

Weltrekordler Renaud Lavillenie (Frankreich) gewann die Stabhochsprung-Konkurrenz souverän mit der Saisonbestleistung von 5,83 m. Tobias Scherbarth (Leverkusen) schaffte lediglich 5,35 m, der Wattenscheider Malte Mohr verzichtete auf seinen Start.

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