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ATHLETICS-CZE-100M-BOLT
Usain Bolt muss möglicherweise auf eine Gold-Medaille in Rio verzichten © Getty Images

Schlechte Neuigkeiten für Usain Bolt: Weil ein Sprintkollege des Superstars offenbar positiv getestet wurde, könnte Bolt eine seiner olympischen Gold-Medaillen verlieren.

Das erklärte Ziel "Triple-Triple" könnte für Jamaikas Sprint-Superstar Usain Bolt schon vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro beendet sein.

Wie die für gewöhnlich sehr gut unterrichtete Tageszeitung Jamaica Gleaner berichtet, ist bei den Doping-Nachtests der Sommerspiele 2008 auch die B-Probe von Bolts Sprint-Kollegen Nesta Carter positiv ausgefallen.

Der 30 Jahre alte Carter hatte in Peking an der Seite von Bolt Gold mit der 4x100-m-Staffel geholt, Bolt droht damit die Aberkennung einer seiner sechs Olympiasiege. Carter, der auch bei Olympia 2012 sowie bei den Weltmeisterschaften 2011, 2013 und 2015 Staffel-Gold geholt hatte, muss eine 18-monatige Sperre und damit der Ausschluss von den Spielen in Rio fürchten.

Nach Informationen des Gleaner ist Carter positiv auf das Stimulans Methylhexanamin getestet worden, das auch häufig in verunreinigten Nahrungsergänzungsmitteln gefunden wird.

Gleiches Mittel wie bei Sachenbacher-Stehle

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 war bei Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle Methylhexanamin festgestellt und die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin sechs Monate gesperrt worden.

In besagter jamaikanischer Peking-Staffel lief neben Carter und Bolt auch Ex-Weltrekordler Asafa Powell. Dieser war 2013 positiv auf ein anderes Stimulanz getestet und zunächst 18 Monate gesperrt worden, musste aber letztlich nur sechs Monate aussetzen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte zuletzt bekannt gegeben, dass bei Nachtests von Peking 32 positive Proben entdeckt wurden und in London 2012 noch einmal 23 weitere. Jamaika hatte in Peking sechsmal Gold, drei Silbermedaillen und zwei Mal Bronze gewonnen - alle in der Leichtathletik. Die Namen der Athleten, die in Peking und London positiv getestet wurden, sollen erst nach der Analyse der B-Proben veröffentlicht werden.

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