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Oscar Pistorius muss mit einer Mindeststrafe von 15 Jahren Gefängnis rechnen © Getty Images

Der wegen Mordes verurteilte Paralympics-Sieger Oscar Pistorius kann sich vorstellen, dass seine von ihm getötete Freundin Reeva Steenkamp ihn lieber in Freiheit sehen würde.

"Wenn ich die Chance zur Wiedergutmachung bekäme, würde ich denen helfen, die es weniger gut getroffen haben. Ich würde mir wünschen, dass Reeva - wenn sie zu mir herabschauen könnte - mich dieses Leben leben lassen wollte", sagte Pistorius dem britischen Sender ITV.

Pistorius-Urteil am 6. Juli

Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche im Prozess eine Mindeststrafe von 15 Jahren Gefängnis gefordert. Wie lange der beidseitig unterschenkelamputierte Südafrikaner in Haft muss, entscheidet sich am 6. Juli. Dann will Richterin Thokozile Masipa das Urteil sprechen.

"Ich will nicht zurück ins Gefängnis. Ich will mein Leben nicht dort vergeuden", sagte der 29-Jährige und betonte erneut, dass es sich bei der verhängnisvollen Tat um einen Unfall gehandelt habe: "Reeva war eine fantastische Person. Es ist eine traurige Sache, dass geglaubt wird, ich hätte ihr absichtlich das Leben genommen. Das wurde nie bewiesen."

Pistorius hatte Steenkamp am Valentinstag 2013 durch die geschlossene Badezimmertür erschossen. "Ich schaue zurück und denke immer wieder: Wie konnte das passieren? Ich kann das Blut noch riechen und spüre seine Wärme auf meinen Händen", so Pistorius: "Ich habe ihr das Leben genommen und muss damit leben."

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