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Max Heß zeigte bei der Dreisprung-Qualifikation eine gute Leistung
Max Heß zeigte bei der Dreisprung-Qualifikation eine gute Leistung © Getty Images

Bei der EM in Amsterdam zeigt Dreispringer Max Heß starke Nerven. Auch die Speerwerferinnen und Stabhochspringerinnen überzeugen.

Weltmeisterin Katharina Molitor durfte direkt nach ihrem ersten gelungenen Versuch die Speere wieder zufrieden einpacken, Dreisprung-Hoffnung Max Heß musste dagegen eine chaotische Qualifikation mit langer Wartezeit überstehen.

Doch der Mitfavorit auf den EM-Titel behielt die Nerven - und sprang mit starken 16,93 Metern direkt ins Finale.

Chaos beim Dreisprung

"Da darf man nicht durchdrehen, sondern muss ruhig bleiben", sagte der Zweite der Hallen-WM in Portland. Fast eine Stunde hatten die Dreispringer warten müssen, ehe die Organisatoren der Titelkämpfe in Amsterdam die Probleme mit der Anlaufbahn behoben hatten.

Ein sogenannter "Blind-Balken" war gebrochen und musste repariert werden. Nach der Pause blieb Heß cool - und kratzte sogar an den 17 Metern.

Speerwurf-Duo im Finale

Weniger nervenaufreibend absolvierten die Speerwerferinnen um Molitor ihren Vorkampf. Die 32-Jährige warf im ersten Versuch auf dem Museumsplein inmitten Amsterdams 60,75 Meter und übertraf damit die geforderte Quali-Weite (60,00).

Im zweiten Versuch schaffte auch die ehemalige Europameisterin Linda Stahl die Marke. 60,35 Meter gingen für die 30-Jährige in die Ergebnisliste ein.

Stabhochspringerinnen weiter

Ohne größere Probleme absolvierte auch die ehemalige WM-Zweite Martina Strutz ihre Qualifikation. Die deutsche Meisterin sprang nach einem Fehlversuch über 4,20 Meter später ohne Probleme über die geforderte Höhe von 4,45.

Lisa Ryzih überquerte diese Höhe in ihrem einzigen Qualifikationssprung, Annika Roloff komplettierte das deutsche Trio mit übersprungenen 4,35. "Der Fokus liegt natürlich auf Rio. Im Finale will ich höher springen als heute und schönere Sprünge zeigen", sagte Strutz.

Sprinter überzeugen

Über 200 Meter musste lediglich Robin Erewa  im Vorlauf antreten. Julian Reus und Aleixo-Platini Menga waren aufgrund ihrer Vorleistungen bereits für das Halbfinale am Freitag gesetzt. Erewa schaffte in 21,05 Sekunden das Weiterkommen als einer der Zeitschnellsten.

Der deutsche Meister Benedikt Huber (1:47,27 Minuten) und Sören Ludolph (1:49,59) konnten sich über 800 Meter ebenfalls für das Halbfinale am Freitag qualifizieren.

Eine starke Leistung zeigte auch Sprinterin Rebekka Haase. Sie gewann ihren Vorlauf in 11,23 Sekunden und kam bei Gegenwind bis auf zwei Hundertstelsekunden an ihre persönliche Bestleistung heran. Die deutsche Meisterin Tatjana Pinto muss erst im Halbfinale am Freitag eingreifen.

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