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Robert Harting
Robert Harting befindet sich vor Rio noch nicht in Bestform © Getty Images

Robert Harting schließt die Generalprobe vor den Olympischen Spielen in Rio als bester Deutscher ab. Der Diskuswerfer hinkt jedoch seinen Ansprüchen hinterher.

Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat sich bei der Olympia-Verabschiedung der Werfer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Schönebeck noch nicht in Bestform gezeigt. 

Mit 66,95 m im letzten Versuch gewann der Berliner zwar die Konkurrenz, blieb jedoch deutlich unter seinen 68,04 m, mit denen er sich im Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel für die Sommerspiele in Rio de Janeiro qualifiziert hatte.

Zweiter wurde der Wattenscheider Daniel Jasinski (64.60 m), der neben Harting und seinem Bruder Christoph in Rio an den Start gehen wird.

Robert Harting hatte sich kurz nach dem Diamond-League-Finale im September 2014 in Brüssel im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und die komplette Saison 2015 verpasst. 

Wegen eines Muskelfaserrisses im Brustmuskel und einer Entzündung im rechten Knie musste er den Einstieg in die Olympia-Saison verschieben und verzichtete unter anderem auf den Start bei den Europameisterschaften in Amsterdam Anfang Juli.

Vor dem Wettkampf in Schönebeck hatte Harting bei Facebook eine einfache Rechnung mit Blick auf Olympia aufgemacht: 66 m - kein Medaillenkandidat, 67 m - Medaillenkandidat, 68 m - Goldkandidat.

Bei den Damen überzeugte derweil Hartings Lebensgefährtin und Vize-Europameisterin Julia Fischer mit 67,47 m und Rang eins. Nachdem sie bei den Europameischerschaften Anfang Juli mit 65,77 m die Silbermedaille gewann, legte sie nun noch einmal einen drauf.

Die ehemalige Vize-Weltmeisterin Nadine Müller kam mit 66,84 m auf Platz drei. Shanice Craft, EM-Dritte und dritte deutsche Olympia-Starterin, war nicht am Start.

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