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Die Amerikanerin Kendra Harrison läuft beim Meeting in London über 100 Meter Hürden so schnell wie niemand zuvor. Trotzdem reist die Weltrekord-Halterin nicht zu Olympia.

Die Amerikanerin Kendra Harrison hat den fast 28 Jahre alten Weltrekord über 100-m-Hürden geknackt.

Die 23-Jährige, die nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) qualifiziert ist, lief beim Diamond-League-Meeting in London am Freitagabend 12,20 Sekunden (+0,3 m/s) und verbesserte damit die aus dem Jahr 1988 stammende Bestmarke der Bulgarin Jordanka Donkowa um eine Hunderstelsekunde.

"Es ist unglaublich, dass mich die Leute jetzt Weltrekordlerin nennen", sagte Harrison nach ihrem Sensationslauf: "Ich wollte rausgehen und den Mädels zeigen, was ich drauf habe. Auch bei Rückschlägen muss man weiter machen und sein Bestes geben." 

Bei den US-Trials Anfang Juli hatte Harrison gepatzt und als Sechste die Qualifikation für Rio verpasst. Stattdessen fliegen ihre am Freitag auf den Plätzen zwei bis vier platzierten Teamkolleginnen Brianna Rollins, Kristi Castlin und Nia Ali für die USA nach Rio.

Ohne besondere Wind-Unterstützung steigerte Harrison nun ihre eigene in Eugene aufgestellte Weltjahresbestleistung von 12,24 Sekunden um weitere vier Hundertsel.

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