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Yasmine Can hat die erste Goldmedaille bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam geholt
Yasemin Can ist gebürtige Kenianerin © Getty Images

Am ersten EM-Tag steht eine Russin im Mittelpunkt. Ihr Lauf wird zum Drama. Die Deutschen erleben Licht und Schatten. Eine Kenianerin holt Gold für die Türkei. Der Liveticker.

Auftakt der Leichtathletik-EM in Amsterdam: Am Abend wurde bei den Frauen die erste Medaille über 10.000-Meter vergeben. (Der Zeitplan der Leichtathletik-EM) Das Comeback der Russin Julia Stepanowa steht unter besonderer Beobachtung. 

Der SPORT1-LIVETICKER zum Nachlesen:

+++ Auf Wiedersehen +++

Damit endet ein langer Leichtathletik-Tag. Morgen geht es an dieser Stelle. Dann wird SPORT1 wieder LIVE von allen Ereignissen und Wettkämpfen berichten.

+++ Die Entscheidungen morgen +++

Donnerstag, 7. Juli

Finals:
17.05 Uhr: Kugelstoßen Frauen
17.30 Uhr: Hochsprung Frauen 
18.20 Uhr: Weitsprung Männer 
18.35 Uhr: Speerwurf Männer
19.10 Uhr: 200 m Frauen
19.40 Uhr: 100-m-Hürden 
19.50 Uhr: 100 m Männer
   
Vorentscheidungen:
10.05 Uhr: Stabhochsprung Frauen
11.10 Uhr: Dreisprung Männer
11.20 Uhr: 200 m Männer, Vorläufe
12.00 Uhr: Speerwurf Frauen, Gruppe A 
12.05 Uhr: 800 m Männer, Vorläufe
12.45 Uhr: 100 m Frauen, Vorläufe
13.25 Uhr: Speerwurf Frauen, Gruppe B
16.15 Uhr: 400-m-Hürden Männer, Halbfinale
16.35 Uhr: Diskuswurf Männer, Gruppe A
16.45 Uhr: 400 m Männer, Halbfinale
17.10 Uhr: 100-m-Hürden, Halbfinale
17.35 Uhr: 400 m Frauen, Halbfinale
18.00 Uhr: 100 m Männer, Halbfinale 
18.15 Uhr: Diskuswurf Männer, Gruppe B
18.25 Uhr: 1500 m Männer, Vorläufe
18.50 Uhr: 800 m Frauen, Halbfinale
   
Zehnkampf, 2. Tag:
10.00 Uhr: 110-m-Hürden
10.50 Uhr: Diskuswurf, Gruppe A
12.10 Uhr: Diskuswurf, Gruppe B
13.15 Uhr: Stabhochsprung
16.15 Uhr: Speerwurf, Gruppe A
17.20 Uhr: Speerwurf, Gruppe B
19.20 Uhr: 1500 m

+++ Stepanowa äußert sich +++

Muss man sich Sorgen um Julia Stepanowa machen? Im ZDF äußert sich die Russin, zu ihrem Lauf. Ihre Verletzung hat demnach eine Vorgeschichte. Bereits im Training hat die 30-Jährige nach eigener Aussage an einer Entzündung gelitten. "Trotzdem habe ich mich dazu entschieden, hier an den Start zu gehen", sagte sie.

Stepanowa wollte zunächst die Diagnose ihres Arztes abwarten, wollte jedoch keine Garantie geben, dass sie bei Olympia in Rio an den Start gehen kann: "Aktuell kann ich dazu keine Prognose abgeben."

+++ Mihambo knackt Olympianorm +++ 

Die deutschen Weitpringerin Malaika Mihambo hat in der Qualifikation der Leichtathletik-EM die Olympianorm geknackt.

Die 22-Jährige von der LG Kurpfalz sprang in Amsterdam im dritten Versuch 6,76 Meter und qualifizierte sich damit für das Finale.

Auch die weiteren deutschen Teilnehmerinnen Alexandra Wester (Köln/6,53) und Nadja Käther (Hamburg/6,46) schafften den Sprung in den Endkampf.

Am Freitag geht es in Amsterdam um die Weitsprung-Medaillen. Der weiteste Sprung gelang der WM-Dritten und Favoritin Ivana Spanovic (Serbien) mit 6,90.

Sosthene Moguenara (Saarbrücken), mit 7,16 Führende der europäischen Jahresbestenliste, war wegen einer Verletzung nicht am Start.

+++ Röhler im Finale +++

Als einziger Speerwerfer schafft Thomas Röhler (83,98 Meter) den Sprung unter die Besten. Am Donnerstag kämpft er um Edelmetall.

+++ Erstes Gold geht in die Türkei +++

In souveräner Manier gewinnt Yasemin Can die 10.000 Meter der Frauen. Die gebürtige Kenianerin, die für die Türkei startet, läuft nach 31:12 Minuten ins Ziel - gejubelt hat sie schon auf der letzten Runde.

Zweite wird die Ungarin Dulce Felix, Platz drei geht an die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grövdal.

+++ Schwanitz schafft Quali +++

Titelverteidigerin Christina Schwanitz hat ohne große Mühen das Finale im Kugelstoßen bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam erreicht. Die Weltmeisterin stieß in der Qualifikation am Mittwoch 19,02 m im ersten Versuch und tankte noch einmal Selbstvertrauen.

Nach einer Schulterverletzung kann Deutschlands Sportlerin des Jahres von 2015 erst seit acht Wochen wieder normal trainieren.

Trotzdem gilt Schwanitz in den Niederlanden als Top-Favoritin auf den Titel. Mit Gold im Gepäck will die Athletin vom LV Erzgebirge Schwung aufnehmen für den Showdown bei den Olympischen Spielen in Rio.

+++ Schwache Stabhochspringer +++

Das deutsche Duo Tobias Scherbarth und Karsten Dilla scheitert bereits über 5,50 Meter. Aus der Traum vom Finale.

+++ Hering überzeugt +++

Die deutsche Meisterin Christina Hering (München) übrigens qualifizierte sich in selbem Lauf als Vierte des Vorlaufs in 2:05,78 Minuten für das Finale am Samstag.

+++ Stepanowa bei Comeback verletzt +++

Wie erwartet, hat die Russin mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Zunächst läuft Stepanowa deutlich abgeschlagen an letzter Position.

Auf der Schlussrunde zieht sie sich dann sogar eine Verletzung zu und kann das Rennen nicht beenden. Sie humpelt an der Haupttribüne vorbei in Richtung Ziel. 

+++ Wohl keine Top-Leistung zu erwarten +++

Wohl selten ist der Rummel um eine Athletin größer gewesen, die eigentlich keine Chance auf eine vordere Platzierung haben wird. Stepanowa musste nach den Doping-Enthüllungen aus ihrer Heimat fliehen. Darunter litt ihr Trainings-Rhythmus. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie inzwischen in den USA.

"Egal wie schnell sie in Amsterdam laufen wird, Hauptsache ist, dass sie dabei ist", sagte Prokop.

+++ "Start ein Symbol" +++

Sportlich wäre Stepanowa nicht für die EM qualifiziert. Ihre Ergebnisse aus den Jahren 2013 bis 2015 wurden anulliert. Aufgrund ihrer Kronzeugen-Regelung wird ihr dennoch ein Startrecht gewährt.

Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) bezeichnet das Mitwirken der Russin an der EM als "wichtiges Zeichen des internationalen Sports, dass Julia Stepanowa für ihr Risiko, Missstände in ihrem Land aufgezeigt zu haben, nicht weiter abgestraft, sondern ihr Mut honoriert wird". 

EAA-Präsident Svein Arne Hansen sagte mit Blick auf Stepanowas Teilnahme: "Mit ihrem mutigen Schritt beschützt sie wirklich unseren Sport. Sie ist hier sehr willkommen, weil sie dem Sport einen großartigen Dienst erwiesen hat."

+++ Stepanowa im Rampenlicht +++

Gleich, um 18.25 Uhr starten bei den Frauen die Vorläufe über 800 Meter. Dann werden alle Augen auf Julia Stepanowa gerichtet sein.

Die Whistleblowerin, die die Doping-Machenschaften in Russlands Leichtathletik ans Licht brachte, darf auf Geheiß des IOC als einzige russische Starterin bei der EM in Amsterdam starten. Die 30-Jährige tritt unter der Flagge des europäischen Leichtathletik-Verbandes an.

+++ Die Stabhochspringer sind da +++

Parallel zu den Weitspringerinnen beginnt der Wettkampf im Stabhochsprung. Aus deutscher Sicht vermissen wir natürlich ein bekanntes Gesicht. 

Für den verletzten Raphael Holzdeppe kommt die EM noch zu früh, er hat eher die Olympischen Spiele in Rio im Blick. 

+++ Starkes Rennen von Lückenkemper +++

Über 200 Meter Hürden läuft Gina Lückenkemper fulminant in 22,90 Sekunden auf Platz eins, der Finaleinzug ist ihr sicher. Mit dabei ist auch Lisa Mayer als Dritte im Vorlauf (23,06). Der Endlauf findet am Donnerstag statt.

+++ Enttäuschungen für Vetter und Franz +++

Speerwerfer Johannes Vetter scheitert an der 80-Meter-Marke und scheidet ebenso an der Qualifikation wie 400-Meter-Hürdenläufer Felix Franz. Der ist als Dritter seines Vorlaufs zu langsam.

+++ Was machen die Deutschen? +++

Mittendrin im Geschehen sind die deutschen Zehnkämpfer Mathias Brugger, Tim Nowak und Rene Stauß.

+++ Die Wettbewerbe am Abend starten +++

Seit 17 Uhr laufen die Wettbewerbe am Abend. Zunächst geht es mit Zehnkampf und Speerwurf weiter. Der Höhepunkt des Abends wird das 10.000-Meter-Finale der Frauen sein.

+++ Mittagssession beendet +++

Das war's mit der ersten Session dieser EM - gleich mal mit Überlänge. Ab 17 Uhr geht's dann weiter - u.a. mit der Entscheidung im 10.000-m-Lauf der Frauen.

+++ Nowak wirft Bestleistung +++

Tim Nowak schafft im Kugelstoßen-Wettbewerb des Zehnkampfs eine neue persönliche Bestleistung. Nowak stößt die Kugel auf 14,52 Meter und ist damit der Beste aus der A-Gruppe.

In der Gesamtwertung bleibt die Reihenfolge auf den ersten drei Plätze unverändert. Martin Roe (2591) führt vor dem Ukrainer Alexej Kasjanow (2586) und Mihail Dudas (2546).

Mathias Brugger, der im Kugelstoßen auf 14,39 m kam, liegt mit 2443 Zählern auf Rang zwölf, Nowak (2410) ist 16.

+++ Heinle im Finale - Camara raus +++

Fabian Heinle springt im dritten Versuch im Weitsprung ins Finale! 8,11 Meter bedeuten die drittbeste Weite in der Qualifikation.

Nicht dabei ist dagegen Alyn Camara. Mit 7,66 Metern bleibt er weit hinter der erforderlichen Weite zurück.

Die beste Weite verbuchte Michel Torneus (8,19 m) aus Schweden.

+++ Brugger trumpft in Windlotterie auf +++

Im letzten Versuch toppt Zehnkämpfer Mathias Brugger seine Bestleistung im Weitsprung. Mit 7,22 Meter nutzt der Deutsche die Windlotterie von Amsterdam aber längst nicht so gut aus wie zum Beispiel der Belgier Thomas van der Plaetsen (7,64 m) oder der Brite Ashley Bryant (7,56 m).

Die beiden weiteren DLV-Asse Rene Stauß, dessen Bestweite bei 7,59 Metern liegt, und Tim Nowak mussten sich mit 7,15 bzw. 7,11 Metern begnügen.

Nach zwei Disziplinen liegt der Norweger Martin Roe (1827) einen Punkt vor dem Ukrainer Alexej Kasjanow (1826) und Mihail Dudas (1803).

+++ Hammerwerferinnen Klaas und Woitha scheitern +++

Zweimal nix in Quali-Gruppe B: Kathrin Klaas und Charlene Woitha verpassen das Hammerwurf-Finale. Woitha zahlt bei ihrer ersten großen Meisterschaft Lehrgeld und muss nach 64,90 m die Heimreise antreten. Klaas bleibt mit enttäuschenden 64,39 m deutlich unter ihrer Saisonbestleistung (71,78), über drei Meter fehlen ihr zum Finale.

Titelverteidigerin und Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk setzt mit 73,94 m ein Ausrufezeichen, aber Betty Heidler (in Gruppe A mit 71,46 m im ersten Versuch) schaltet in den Angriffsmodus: "Ich bin nicht zum Spaß hier und will zeigen, was ich drauf habe."

+++ Jakubczyk sprintet auf Platz 2 +++

Über 100 m ist Julian Reus nicht allein im Halbfinale: Lukas Jakubczyk sprintet in 10.35 Sekunden auf Platz 2 in seinem Vorlauf und kommt dadurch souverän weiter. Der Deutsche Meister und Rekordhalter Reus ist für die Vorschlussrunde am Donnerstag um 18 Uhr gesetzt.

+++ Jungfleisch hadert trotz Finaleinzugs +++

Zweimal probiert sich Marie-Laurence Jungfleisch an den geforderten 1,92 m, dann erfährt sie, dass auch ihre im ersten Versuch 1,89 m genügen und kann die Quali abbrechen. Richtig glücklich ist die 25-Jährige aber mit ihrem ersten Auftritt nicht.

+++ Gonska stürmt ins Halbfinale +++

Als Vorlauf-Zweite über 200 m zieht Nadine Gonska ins Halbfinale ein. Mit 23,13 Sekunden bleibt die 26-Jährige nur eine Zehntel über ihrer Saisonbestleistung. Die schnellste Vorlaufzeit rennt Maja Mihalinec aus Slowenien (23,01).

Gonska kündigt forsch an: "In der Regel kann ich im zweiten Rennen immer noch einen drauflegen. Es war noch nicht perfekt."

Die Deutsche Meisterin Gina Lückenkemper und Lisa Mayer (Langgöns/Oberkleen) sind aufgrund ihrer Vorleistungen ohnehin für die Vorschlussrunde qualifiziert.

+++ Fischer und Müller setzen sich durch +++

Gute Nachrichten auch aus dem Diskusring: Julia Fischer und Nadine Müller qualifizieren sich souverän fürs Finale. Robert Hartings Lebensgefährtin Fischer wirft auf dem Museumsplein mitten in Amsterdams City gleich im ersten Versuch 66,20 m, die WM-Dritte Müller schafft 64,75 m.

Titelverteidigerin Sandra Perkovic aus Kroatien kämpft genau wie die Mannheimerin Shanice Kraft erst am Nachmittag ums Weiterkommen.

+++ Jungfleisch souverän +++

Deutschlands Hoffnung im Hochsprung hält, was sie verspricht: Die ersten Höhen meistert Marie-Laurence Jungfleisch souverän, ist jetzt über 1,89 Meter drüber. Das sollte schon genügen, um ins Finale einzuziehen.

+++ Nur Drei über 70 m mit dem Hammer +++

In der ersten Quali-Gruppe der Hammerwerferinnen haben sich nach Betty Heidler nur noch die Tschechin Katerina Safrankova und Zalina Marghieva aus Moldavien (beide 70,04 m) direkt fürs Finale qualifiziert. Ziehen Kathrin Klaas und Charlene Woitha ins 12er-Feld nach? Sie sind ab 12.05 Uhr in Gruppe B dran.

+++ DLV-Zehnkämpfer mit Luft nach oben +++ 

Die erste Disziplin verläuft nicht gerade überragend für die drei deutschen Zehnkämpfer. Mathias Brugger läuft mit 11,16 Sekunden noch die schnellste Zeit der Drei, bleibt aber 17 Hunderstel über seiner Bestzeit.

Die Zeit von 11,23 Sekunden ist für Tim Nowak "leider nicht so das Wahre"; Rene Stauß ist erst nach 11,40 im Ziel. Allerdings hat er sich im Training ein Band im Fuß angerissen und ist daher gehandicapt.

Vorne liegt der Ukrainer Oleksiy Kasyanov (10,79 Sekunden). Weiter geht's um 11.45 Uhr mit dem Weitsprung.

+++ Perfekter Auftakt für Heidler +++

Betty Heidler haut gleich mal einen raus. Mit 71,46 Metern schafft sie als erste Hammerwerferin die Qualifikation - und ist von sich selbst überrascht. Nun kann sie ihre Tasche schon packen und Kräfte schonen, während sich die Konkurrenz noch abmüht 

+++ Los geht's für die Hammerwerferinnen +++

Um 10.45 Uhr startet die Gruppe A mit der Qualifikation. Auch die deutsche Teamkapitänin Betty Heidler legt los. Die Vorgabe ist mit 70 Metern gewaltig, sodass das 12er-Feld fürs Finale aufgefüllt werden dürfte, sobald die Gruppe B durch ist. 

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