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Russia's Yuliya Rusanova reacts after co
Julia Stepanowa will sich nicht mit dem Olympia-Aus abfinden © Getty Images

Whistleblowerin Julia Stepanowa will das Olympia-Aus nicht akzeptieren und protestiert mit einem Brief gegen die IOC-Entscheidung. Diese hätte eine fatale Signalwirkung.

Whistleblowerin Julia Stepanowa hat in einem Brief an das Internationale Olympische Komitees (IOC) gegen ihren Ausschluss von den Olympischen Spielen (5. bis 21. August) protestiert. Das bestätigte ihr Ehemann Witali Stepanow der Zeitung USA Today. In dem Brief habe das Ehepaar das IOC am Montag aufgefordert, das Aus für die russische Leichtathletin zu überdenken.

Stepanowa hatte die Aufdeckung des russischen Staatsdopingsystems mit ins Rollen gebracht hatte. "Wenn Julia nicht mit ihren Enthüllungen begonnen hätte, wäre all das, was gerade passiert, wahrscheinlich nie geschehen. Alle Athleten würden dann an den Olympischen Spielen teilnehmen", sagte Stepanow.

Die IOC-Entscheidung, Stepanowa von Olympia auzuschließen, hat nach Ansichts Stepanows eine fatale Signalwirkung. "Was das IOC sagt, ist: Wenn du betrügst, aber Sachen ändern möchtest, dann lass es besser sein. Betrüge weiter, ändere nichts, versuche es auch erst gar nicht", sagte er: "Ich denke nicht, dass dies die Botschaft ist, die eine ethische Organisation vermitteln will."

In einem Interview des TV-Senders Sky Sport News sagte Stepanowa: "Ich habe schon immer davon geträumt, Olympiasiegerin zu werden, aber das IOC hat mich nicht zu Olympia zugelassen." Stepanowa hatte vom IOC keine Genehmigung erhalten, unter neutraler Flagge in Rio zu starten.

"Der internationale Leichtathletikverband hat mir den Status als neutrale Athletin gewährt. Das bedeutet, dass ich meine Sportkarriere fortsetzen kann. Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich das IOC auch für mich einsetzt und mich unterstützt. Aber es passiert das Gegenteil: Ich werde bestraft", kommentierte die Leichtathletin und warf dem IOC obendrein die Verbreitung von Lügen vor.

Ihr Trainer und Ehemann Witali Stepanow befand: "Das System hat sie nicht aufgrund der Sperre bestraft, sondern weil Julia die Wahrheit ans Licht gebracht hat." Wenn das IOC über eine Null-Toleranz-Politik in puncto Doping spreche, sei dies nicht mehr als "ein Lippenbekenntnis für die Öffentlichkeit", sagte Stepanow.

Das IOC hatte Stepanowa am Sonntag die Teilnahme an den Sommerspielen untersagt. Zwar begrüßte die Ethikkommission Stepanowas Beitrag zum Anti-Doping-Kampf, da sie aber selbst mindestens fünf Jahre Teil des Systems gewesen sei, würde sie nicht die ethischen Anforderungen an einen olympischen Athleten erfüllen. Stattdessen lud das IOC Stepanowa und ihren Ehemann Stepanow als Gäste nach Brasilien ein.

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