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Martina Strutz hinterfragt die Vergabe der Olympischen Spiele nach Rio © Getty Images

Stabhochspringerin Martina Strutz hat nach ihrem enttäuschenden neunten Platz zum Rundumschlag gegen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro ausgeholt.

"Für diejenigen, die das erste und vielleicht einzige Mal bei Olympia gewesen sind ist es traurig, sagte die deutsche Athletensprecherin. Für viele deutsche Sportler seien die Spiele die "schlechtesten die wir je hatten".

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Im Vergleich zu Olympia 2012 in London bemängelt sie vor allem den schlechten Transport zu den Sportstätten, die allgemeine Sicherheitslage und die fehlende Stimmung in den Arenen. "Ich kann nicht verstehen, warum man bei dieser Sicherheitslage die Spiele hierher vergeben konnte. Das hat nichts mit dem olympischen Gedanken zu tun."

Leicht verwundert reagierten die deutschen Funktionäre auf die scharfe Kritik. Chef de Mission Michael Vesper sagte: "Ich kann verstehen, dass man nach einem für sich enttäuschenden Wettkampf Frust rauslässt, aber mir gegenüber hat sie das nicht geäußert." Es habe Probleme gegeben, "aber wir haben versucht, sie von den Sportlern fernzuhalten", ergänzte der 64-Jährige.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann fragte lediglich, ob Strutz die Kritik vor oder nach ihrem Wettkampf geäußert habe.

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