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German Championships In Athletics - Day 2
Betty Heidler verpasste bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eine Medaille © Getty Images

Ex-Weltrekordlerin Betty Heidler verabschiedet sich nach ihrem letzten Wettkampf auf Borkum. Für die Zukunft des Hammerwerfens in Deutschland sieht sie schwarz.

Die ehemalige Weltrekordlerin Betty Heidler hat den Hammer endgültig aus der Hand gelegt.

Die 32-Jährige, die im August in Rio ihre zweite olympische Bronzemedaille nach London 2012 als Vierte verpasst hatte, absolvierte am Samstag auf der ostfriesischen Insel Borkum ihren letzten Wettkampf.

Mit 74,00 m war das Ergebnis durchaus sehenswert, in Rio hatte sie 73,71 m geworfen.

Heidler sorgt für Weltrekord und Drama

Über ein Jahrzehnt war Heidler das Gesicht des Hammerwerfens, sie schmiss am 21. Mai 2011 mit 79,42 m Weltrekord, wurde 2007 im japanischen Osaka Weltmeisterin und sorgte stets für Dramen.

Ihre Nerven spielten der Frankfurterin oft einen Streich. Unvergessen bleibt der Gewinn von Olympia-Bronze vor vier Jahren, als ihr Wurf aufgrund eines Softwarefehlers, ausgelöst von einem verwirrten Kampfrichter, zunächst nicht in die Ergebnisliste aufgenommen wurde.

"Ich bin echt stolz auf das, was ich geschafft habe", sagte Heidler, "ich freue mich, dass es vorbei ist und auf das, was kommt." Heidler will sich nun auf ihr Jura-Studium und die Karriere bei der Bundespolizei konzentrieren.

Was mit ihrem Sport in der Ära nach ihr passiert, da will sie "gar nicht drüber nachdenken", sagte Heidler: "Ich glaube nicht, dass es so erfolgreich weitergehen wird." Es gibt derzeit in Deutschland keine starke Frau, die ihr nachfolgen könnte.

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