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Sebastian Coe (l.) mit seinem ehemals engen Verttrauten Nick Davies © Getty Images

Nick Davies, ehemaliger Pressechef der IAAF, hat zugegeben, im Zuge des Skandals um vertuschte Dopingtests russischer Leichtathleten 25.000 Pfund erhalten zu haben.

Nick Davies, zuletzt enger Vertrauter von IAAF-Präsident Sebastian Coe, hat im Zuge des Skandals um die Vertuschung von positiven Dopingtests russischer Leichtathleten den Erhalt einer Zahlung in Höhe von 25.000 Pfund (knapp 29.200 Euro) bestätigt.

Man habe ihm gesagt, das Geld sei ein "Bonus" für seine harte Arbeit gewesen, sagte Davies der Daily Mail.

"Ich wurde betrogen, zu keiner Zeit wurde mir gesagt, oder habe ich gedacht, dieses Geld sollte die Vertuschung von Doping in Russland gewährleisten. Das wäre für mich abscheulich gewesen", sagte Davies. Er hatte die Zahlung von Papa Massata Diack erhalten, dem Sohn des unter Korruptionsverdacht stehenden ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack. 

Von "kriminellen Tätigkeiten" habe er nie etwas mitbekommen. Von mutmaßlich vertuschten positiven Dopingproben russischer Leichtathleten vor der WM in Moskau 2013 will er erst ein Jahr später erfahren haben.

Davies war früher Pressechef des Weltverbandes IAAF und stieg nach Coes Wahl zum Präsidenten 2015 zu dessen Büroleiter auf, lässt sein Amt wegen einer möglichen Verwicklung in den Doping-Skandal aber ruhen.

Im Juni wurde der Brite vom IAAF-Ethikkomitee vorläufig suspendiert. Er soll im Vorfeld der WM 2013 in Moskau versucht haben, die Ausmaße des Dopingproblems in Russland zu verschleiern.

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