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Athletics - Olympics: Day 15
Mo Farah geht für Großbritannien an den Start © Getty Images

Die Umsetzung des Einreiseverbots durch Donald Trump ruft auch bei Mo Farah Unverständnis hervor. Der Lauf-Star äußert heftige Kritik am neuen US-Präsidenten.

Lauf-Idol Mo Farah hat US-Präsident Donald Trump für dessen Einreise-Verbote hart kritisiert. "Am 1. Januar dieses Jahres hat mich ihre Majestät die Königin zu einem Ritter des Königreichs geschlagen. Am 27. Januar scheint mich Präsident Donald Trump zu einem Alien gemacht zu haben", schrieb der britische 5000- und 10.000-m-Olympiasieger von London und Rio de Janeiro, der somalische Wurzeln hat, bei Facebook.

"Ich bin ein britischer Staatsbürger, der in den letzten sechs Jahren in Amerika gelebt hat. Ich habe hart gearbeitet, meinen Beitrag zur Gesellschaft geleistet, meine Steuern bezahlt und unsere vier Kinder an einen Ort gebracht, den sie ihr Zuhause nennen", schrieb Farah, der in Portland/Oregon lebt.

"Es ist zutiefst beunruhigend, dass ich meinen Kindern sagen muss, dass Daddy vielleicht nicht nach Hause kommen kann, um zu erklären, warum der Präsident eine Politik eingeführt hat, die ihren Ursprung in Unwissenheit und Vorurteilen hat", fügte er hinzu.

Ob Farah direkt von dem Trump-Dekret betroffen ist, war zunächst unklar. Laut Daily Telegraph, der sich auf Farahs Management berief, besitzt der Superstar keinen somalischen Pass oder eine doppelte Staatsbürgerschaft.

Seine Geschichte sei ein Beispiel für das, was passieren kann, wenn man die "Politik des Mitgefühls und des Verständnisses, nicht des Hasses und der Isolation" verfolge. Farah war im Alter von acht Jahren aus Somalia geflüchtet.

Trump hatte verfügt, dass Bürger aus Iran, Sudan, Syrien, Libyen, Somalia, Jemen und Irak in den nächsten 90 Tagen nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Flüchtlingen weltweit wurde die Einreise für 120 Tage untersagt, syrischen Flüchtlingen sogar auf unbestimmte Zeit.

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