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Robert Harting hofft auf den ganz großen Wurf zum Karriereende
Robert Harting hofft auf den ganz großen Wurf zum Karriereende © Getty Images

Robert Harting hofft auf ein versöhnliches Karriereende. Zum Abschluss träumt der Olympiasieger von 2012 noch einmal von einer Goldmedaille.

London-Olympiasieger Robert Harting hofft auf ein Karriereende "mit Stil" und hat bis zu seinem Rücktritt nach der Heim-EM 2018 noch hohe Ziele.

"Ich habe bisher mit jedem Trainer eine interkontinentale oder kontinentale Medaille geholt, und das möchte ich auch mit Marko Badura schaffen", sagte der 32 Jahre alte dreimalige Diskus-Weltmeister der BamS.

Harting träumt von WM-Gold

Der Höhepunkt der diesjährigen Saison sind die Weltmeisterschaften in London (4. bis 13. August), im kommenden Jahr steht die EM in Berlin auf dem Programm. "Gold zum Karriereende wäre supergeil! Aber davon bin ich im Moment sehr weit entfernt."

In seinen letzten beiden Jahren werfe er nicht mehr gegen die Konkurrenz, "mein eigener Körper ist der erste Gegner", sagte Harting. Der Berliner hatte sich im September 2014 einen Kreuzbandriss zugezogen und deshalb auch die WM 2015 in Peking verpasst.

Bei den Olympischen Spielen in Rio hatte er wegen eines Hexenschusses die Qualifikation nicht überstanden. Im Anschluss musste er erneut operiert werden. Inzwischen habe er drei Monate Trainingsrückstand.

Viel gelassener als früher

Früher habe er sich über Gold definiert, inzwischen habe er Weitsicht dazugelernt. "Es gab Zeiten, in denen wollte ich niemals Zweiter werden, da war ich todunglücklich. Heute würde ich sagen: Zweiter, geil!", erklärte er: "Als Vize-Weltmeister wäre ich superglücklich."

Zwar gewinne er "immer noch gerne", aber es sei wichtiger, ein schönes Karriereende hinzulegen, die Sache gesund auslaufen zu lassen und dabei zu lachen: "Ich will meine Karriere mit Stil zuende bringen."

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