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16th IAAF World Athletics Championships London 2017 - Day Ten
Caster Semenya ließ ihre Kontrahentinnen im Schlussspurt keine Chance © Getty Images

Nach einem furiosen Finish setzt sich Caster Semenya bei der Leichtathletik-WM über 800 m durch. Gold über 5000 m geht an eine Kenianerin.

Topfavoritin Caster Semenya (Südafrika) hat sich nach 2009 ihren zweiten WM-Titel über 800 m gesichert.

Die zweimalige Olympiasiegerin setzte sich in London nach 1:55,16 Minuten in persönlicher Bestleistung gegen die Olympiazweite Francine Niyonsaba aus Burundi (1:55,92) durch, Bronze gewann die US-Amerikanerin Ajee Wilson (1:56,65).

Semenya, die schon zuvor mit 1:55,27 Minuten als schnellste Läuferin der Welt in diesem Jahr über die zwei Stadionrunden war, hatte in London schon Bronze über 1500 m gewonnen.

Die hyperandrogene Läuferin steht im Mittelpunkt einer Debatte um Testosteron-Werte, die ihr laut eines Gutachten Vorteile gegenüber ihren Konkurrentinnen bringen. Nur Weltrekordlerin Jarmila Kratochvílová hatte bei einer WM jemals eine bessere Siegerzeit als Semenya, die Tschechin gewann 1983 in Helsinki in 1:54,68 Minuten.

Die deutsche Meisterin Christina Hering (München) war im Halbfinale ausgeschieden, Titelverteidigerin Maryna Arsamassawa (Weißrussland) scheiterte bereits im Vorlauf. Die Kenianerin Eunice Sum, Weltmeisterin von 2013, war zu ihrem Vorlauf nicht angetreten.

Kenianerin Obiri holt 5000-m-Gold

Über 5000 m gewann die Olympiazweite Hellen Obiri aus Kenia Gold und holte damit ihren ersten ganz großen Titel.

Im Finale setzte sich die 27 Jahre alte Jahresschnellste in 14:34,86 Minuten vor 10.000-m-Weltmeisterin Almaz Ayana (Äthiopien/14:42,73) durch, die als Titelverteidigerin angetreten war.

Bronze ging an Sifan Hassan aus den Niederlanden (14:40,35). Nachwuchstalent Alina Reh war trotz einer persönlichen Bestleistung im Vorlauf ausgeschieden.

Kiprop verpasst vierten Titel klar

Auch über 1500 m der Männer geht der Titel nach Kenia. Elijah Managoi löste seinen großen Landsmann Asbel Kiprop ab. Der 24 Jahre alte Jahresschnellste setzte sich in 3:33,61 Minuten vor Timothy Cheruiyot (ebenfalls Kenia/3:33,99) und dem Norweger Filip Ingebritsen (3:34,53) durch.

Nur Neunter wurde Kiprop (3:37,24), der zum vierten Mal in Serie hätte Weltmeister werden und damit die Bestmarke von Hicham El Guerrouj (Marokko/1993 bis 1999) einstellen können.

Trinidad und Tobago entthront die USA

Über 4x400 m der Männer siegte zum WM-Abschluss völlig überraschend Trinidad und Tobago in 2:58,12 Minuten vor Topfavorit USA (2:58,61) und Großbritannien (2:59,00). Damit endete die Vorherrschaft der Amerikaner, die seit 1993 zwölfmal in Folge bei Weltmeisterschaften als Erste ins Ziel gelaufen waren.

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