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German Championships In Athletics - Day 1
Gesa Felicitas Krause zeigte sich gut erholt von ihrem WM-Sturz © Getty Images

Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause verfehlt in Zürich ihren eigenen deutschen Rekord nur hauchdünn. Die deutschen Speerwerfer müssen sich geschlagen geben.

Kein Jackpot für die Speerstars Johannes Vetter und Thomas Röhler, starker Auftritt von Gesa Felicitas Krause nach dem WM-Drama: Beim ersten Teil des Diamond-League-Finales in Zürich haben Weltmeister Vetter und Olympiasieger Röhler die 50.000 Dollar Siegprämie verpasst. Krause lief über 3000 m Hindernis nur um 15 Hundertstelsekunden am deutschen Rekord vorbei.

Im Hindernis-Rennen kam Krause in 9:15,85 Minuten auf Platz sechs, den nationalen Rekord hatte die 25 Jahre alte Triererin Anfang Mai in Doha mit 9:15,70 erzielt. Den Sieg bei der WM-Revanche sicherte sich Weltrekordlerin Ruth Jebet (Bahrain) mit der zweitbesten je gelaufenen Zeit (8:55,29). 

Bei den Weltmeisterschaften war Krause schon auf dem ersten Kilometer unverschuldet gestürzt und hatte alle Medaillenchancen eingebüßt. Abgeschlagen lief sie das Rennen zu Ende und belegte Platz neun.

Weltmeister Vetter auf Platz vier

Röhler kam beim großen Zahltag im Letzigrund beim Sieg des tschechischen WM-Zweiten Jakub Vadljech (88,50) mit 86,59 m auf Platz zwei, Vetter musste sich mit Platz vier (86,15) begnügen. 

Während Vadljech für seinen Sieg 50.000 Dollar (42.800 Euro) einstrich, blieben dem WM-Vierten Röhler 20.000 Dollar (17.100 Euro), Vetter musste sich mit 6000 Dollar (4130 Euro) trösten. Von seinem deutschen Rekord von Mitte Juli (94,44) war Vetter ähnlich weit entfernt wie Röhler von seiner im Mai erzielten Bestmarke (93,90). 

Hochspringer Mateusz Przybylko kam mit 2,20 m nur auf Rang neun, der WM-Fünfte ging damit im Prämienkampf leer aus. Den Sieg sicherte sich Katars Weltmeister Mutaz Essa Barshim mit 2,36 m.

Sprint-Aufsteigerin Gina Lückenkemper, die bei der WM im Vorlauf als erste Deutsche seit 26 Jahren die 100 m unter elf Sekunden gelaufen war (10,95), kam in Zürich in einem nicht zur Diamond League gehören Wettbewerb in 11,32 auf Platz vier. In der 4x100-m-Staffel lief das deutsche Quartett um Lückenkemper in guten 42,32 Sekunden auf Platz drei und war dabei schneller als im WM-Finale (4./42,36).

Farah tritt standesgemäß ab

Über 5000 m zeigte der sechsmalige Weltmeister Mo Farah (Großbritannien) in seinem letzten Bahnrennen noch einmal seinen berüchtigten Sprint und siegte in 13:06,05 Sekunden hauchdünn vor Paul Chelimo (USA) und Muktar Edris (Äthiopien/beide 13:06,09). Bei der WM hatte Farah, der sich künftig auf den Marathon konzentriert, über diese Distanz hinter Edris und vor Chelimo Platz zwei belegt. 

Pleite für Sprintkönig Gatlin

100-m-Weltmeister Justin Gatlin (USA) kassierte eine klare Niederlage und kam in 10,04 Sekunden beim Sieg des Briten Chijindu Ujah (9,97) nur auf Platz vier. Ex-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika) wurde Siebter (10,11). Ujah hatte mit der britische Staffel beim Heimspiel den WM-Titel geholt. 

Über 200 m gewann 400-m-Olympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) in ganz starken 21,88 Sekunden, Weltmeisterin Dafne Schippers (Niederlande) wurde nur Vierte (22,36). Über 800 m war Weltmeisterin Caster Semenya (Südafrika) in 1:55,84 Minuten erneut eine Klasse für sich. 

Platz eins beim Finale ist seit der laufenden Saison in der Königsklasse gleichbedeutend mit dem Disziplinsieg, die Ergebnisse der vorigen Meetings dienten nur als Qualifikation für den abschließenden Wettbewerb. Teil zwei des Diamond-League-Finals steht am Freitag kommender Woche in Brüssel an.

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