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Eliud Kipchoge (2.v.l.) and Wilson Kipsang (r.) gelten als Favoriten beim Berlin-Marathon 2017
Eliud Kipchoge (2.v.l.) und Wilson Kipsang (r.) zählen zu den Favoriten beim Berlin-Marathon 2017 © Getty Images

Eliud Kipchoge, Kenenisa Bekele, Wilson Kipsang - das Feld beim Berlin-Marathon ist so hochkarätig besetzt wie noch nie. Vor allem Kipchoge will den Weltrekord jagen.

2:02:56 Stunden - für Eliud Kipchoge gibt es nur dieses eine Ziel. "Ich will den Weltrekord", sagt der Kenianer vor dem Marathon in Berlin am Sonntag. 

Der Ärger, dass er vor gut vier Monaten auf der Formel-1-Rennstrecke in Monza die magische Marke von zwei Stunden knapp verpasst hat? Verraucht.

"In Monza war ich so nahe daran, die Zwei-Stunden-Marke zu brechen. Jetzt ist Berlin für mich die passende Gelegenheit, den offiziellen Weltrekord anzugreifen", sagt Kipchoge. Und für diese Marke muss der Olympiasieger von Rio in einem hochkarätig besetzten Feld auf der ultraschnellen Strecke an der Spree mindestens eine Sekunde schneller sein als sein Landsmann Dennis Kimetto, der 2014 in Berlin 2:02:57 Stunden gelaufen war.

"Labor-Rekord" in Monza

Dies sei dann "das Ausrufezeichen, das mir noch fehlt", sagt Kipchoge, der seit vier Jahren über die klassischen 42,195 Kilometer ungeschlagen ist. Nur eines seiner neun Marathonrennen hat Kipchoge überhaupt verloren, Anfang Mai hatte der dreifache Familienvater mit 2:00:25 Stunden die beste jemals gemessene Zeit erzielt - allerdings unter Laborbedingungen auf der Formel-1-Rennstrecke in Monza.

Dort standen ihm unter anderem wechselnde Tempomacher zur Verfügung, die ihm vom Start bis ins Ziel Windschatten schufen. Das ist in regulären Rennen nicht erlaubt. Kipchoges offizielle Bestzeit liegt bei 2:03:05 Stunden.

Kipchoge gilt derzeit als der beste Marathonläufer und großer Favorit in Berlin - dabei hat in Vorjahressieger Kenenisa Bekele ein Läufer im Feld eine um zwei Sekunden schnellere Bestzeit.

Auch Kipsang und Makau am Start

Der Äthiopier, insgesamt drei Mal Olympiasieger auf der Bahn, gewann im vergangenen Jahr mit der zweitbesten Zeit der Geschichte (2:03:03 Stunden) am Brandenburger Tor.

Zudem sind der frühere Weltrekordler Wilson Kipsang (2:03:13) und Patrick Makau (2:03:38/beide Kenia) im Berliner Starterfeld schon unter 2:04 Stunden geblieben. "Dies ist eine Traum-Konstellation", sagt Renndirektor Mark Milde.

Doch der Sieg wird wohl nur über Kipchoge gehen. "Was Eliud in den letzten Jahren zustande gebracht hat, ist phänomenal", sagt Kipsang. Und vielleicht heißt der neue Weltrekordhalter ab Sonntag dann ja auch Kipchoge.

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