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Marcel Nguyen fehlt bei der WM in China verletzungsbedingt

Für Kunstturn-Chefcoach Andreas Hirsch ist der verletzungsbedingte Ausfall von Marcel Nguyen für die Weltmeisterschaften im Oktober im chinesischen Nanning eine Schwächung des Teams, aber auch eine Chance für den deutschen Nachwuchs.

"Es werden uns 1,5 bis 2 Punkte fehlen, die wir gerne hätten. Aber ich sehe es auch als eine Herausforderung für die jüngeren Turner und für mich als Trainer", sagte der Berliner beim Medientag des Deutschen Turner-Bundes (DTB) am Dienstag in Kienbaum.

Der Olympiazweite von London im Mehrkampf und am Barren hatte sich im Training am vergangenen Wochenende bei einem missglückten Abgang an den Ringen einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen.

Bereits am Mittwoch wird der Stuttgarter in Straubing operiert, der 27-Jährige muss mit einer rund zehnmonatigen Pause rechnen.

Für Hirsch ist die schwere Blessur umso bedauerlicher, als der zweimalige Barren-Europameister nach langem Formtief wieder auf dem Weg nach oben war: "Marcels Trend war total positiv, nachdem es in der Vergangenheit ja nicht so gut gelaufen war."

Heimtrainer Waleri Belenki bestätigte die gute Verfassung seines Schützlings: "Marcel war so gut drauf wie schon seit langem nicht mehr. Deshalb ist dieses Pech auch für mich als Coach nur sehr schwer zu verkraften."

In einer Stellungnahme hatte der Halb-Vietnamese bereits am Montag bekräftigt, als Fernziel weiterhin die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro anzustreben.

Die erste Wettkampfetappe auf dem Weg nach Brasilien sollen nun die Welttitelkämpfe im Oktober 2015 in Glasgow sein.

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